Brüder aus Werne sollen Bekannten überfallen haben

Aussage gegen Aussage

Bewaffneter Raubüberfall: So lautet die Anklage gegen zwei Brüder aus Werne, die sich seit Dienstag vor dem Dortmunder Landgericht verantworten müssen. Mit einem Schlagstock bewaffnet sollen sie einen Bekannten überfallen haben. Zu Prozessbeginn wiesen die Angeklagten aber jede Schuld von sich. Tenor: Der andere hat doch angefangen.

WERNE/DORTMUND

18.07.2017 / Lesedauer: 2 min

Am Abend des 25. Januar sollen die beiden Brüder (26 und 36) zusammen mit einem Freund an der Kamener Straße in Werne gefeiert haben, als der Jüngere plötzlich schlechte Laune bekam. Seine Ex-Freundin und Mutter des gemeinsamen Sohnes sei jetzt mit einem total unsympathischen Typ aus der Nachbarschaft zusammen, teilte er mit. Er wolle jetzt dahin.

Schilderungen widersprechen sich deutlich

Über das, was dann geschah, gehen die Schilderungen jedoch weit auseinander. Die Angeklagten behaupten, sie seien in die Wohnung des Bekannten gelangt und hätten dem Mann lediglich mitgeteilt, dass er die Finger von Drogen zu lassen habe, solange der Sohn des 26-Jährigen in der Nähe sei.

Der Kontrahent sei jedoch sofort wie ein Wilder auf die zugestürmt und habe zugetreten. „Ich bin umgefallen und habe meinen Schlagstock gezogen, um mich zu schützen“, sagte der 26-Jährige. „Tatsächlich habe ich aber niemandem Gewalt angetan.“

Angeklagte sollen Geld gestohlen haben

Der Hauptbelastungszeuge erzählt indes eine ganz andere Geschichte. Die beiden Brüder seien maskiert und bewaffnet in seine Wohnung gestürmt, hätten mit dem Schlagstock losgeprügelt und schließlich sogar 95 Euro in bar mitgenommen.

Wem das Gericht glaubt, wird sich im Laufe der Verhandlung herausstellen. Bislang sind Prozesstage bis Ende Juli angesetzt.

 

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