Bürgermeister stellt Antrag auf neues Gewerbegebiet an der A 1

Wirtschaftsgespräch

WERNE Beim Jahreswirtschaftsgespräch der Industrie und Handelskammer (IHK) hat Bürgermeister Lothar Christ verkündet, dass er den Antrag für ein neues Gewerbegebiet an der A1 noch im November in den Ausschuss für Stadtentwicklung einbringt.

von Von Jörg Weber

, 05.11.2009, 18:44 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bürgermeister Lothar Christ (l.) informierte bei Klingele die Werner Wirtschaft über das geplante neue Gewerbegebiet an der A1.

Bürgermeister Lothar Christ (l.) informierte bei Klingele die Werner Wirtschaft über das geplante neue Gewerbegebiet an der A1.

"Das ist das wichtigste wirtschaftspolitische Ziel der nächsten Jahre", sagte Christ im Rahmen der Veranstaltung, die in diesem Jahr bei der Firma Klingele in der Brede stattfand. Deshalb wolle die Stadtverwaltung bereits zum Stadtentwicklungsausschuss am 25. November einen Änderungsantrag für den Gebietsentwicklungsplan stellen. Dabei hofft das neue Stadtoberhaupt auch ganz klar auf die neue Zuständigkeit des Regionalverbandes Ruhrgebiet (RVR). Der hat die Regionalplanung am 1. November von der Bezirksregierung in Arnsberg übernommen.

Arnsberg hatte bislang als Voraussetzung immer gefordert, dass es sich dabei um ein "interkommunales" Gewerbegebiet handeln müsse. "Das ist mit den Nachbarkommunen aber nicht zu machen", so Christ, weil diese alle schon ausreichend eigene Projekte hätten. Deshalb hofft der Bürgermeister jetzt auf Verständnis beim RVR und sucht nach anderen Kooperationspartnern. "Wir brauchen ein 1a-Gewerbegebiet an der A1", so Christ.

Leichtes Wirtschaftswachstum wird erwartet Insgesamt sahen IHK-Vizepräsident Jürgen Zegula und IHK-Hauptgeschäftsführer Reinhard Schulz die wirtschaftliche Talsohle als erreicht an. "Über alle Branchen betrachtet, erwarten wir im kommenden Jahr ein leichtes Wachstum", betonte Schulz. Das sahen Gastgeber Ekkerhard Dürr als Geschäftsführer der Klingele Papierwerke und "Wir für Werne"-Vorstand Thomas Lohmann noch ein wenig anders. Ihrer Meinung nach kämpfe die Wirtschaft in vielen Bereichen noch mit den Folgen der Krise. Das sei vor allem an zurückgegangenen Umsätzen oder auch an der verhaltenen Kreditnachfrage ablesbar. Allerdings vermeldet die Industrie- und Handelskammer einen Anstieg um 51 Unternehmen und damit ein Plus von 3,5 Prozent. Einen Zuwachs von über 40 Prozent bei ihren Mitgliedern konnte auch Thomas Lohmann für die Aktionsgemeinschaft "Wir für Werne" bekannt geben, die damit 130 Mitglieder und deren rund 2200 Vollzeitarbeitsplätze in Werne repräsentiere.

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