CDU fordert Umgehung für den Horster Kreisel

Neuer Antrag

Eine Umgehung des Horster Kreisels. Damit der Verkehr in Richtung Autobahn umgeleitet wird. Diese Pläne hatte der CDU-Ortsverband Stockum Anfang 2015 vorgestellt. Der Kreis Unna hält dieses Vorhaben aber zu aufwendig und zu teuer. Doch die CDU will sich damit nicht abfinden.

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, 13.05.2017, 05:17 Uhr / Lesedauer: 2 min
CDU fordert Umgehung für den Horster Kreisel

Die CDU hält an der Forderung nach einem Radweg entlang der Mühlenstraße zwischen Stockum und Horst fest.

„Viel Applaus“, so berichtete es Annegret Lohmann, gab es am 19. Februar 2015, als Kreisbaudezernent Dr. Detlef Timpe beim traditionellen Heringsessen der CDU in Stockum die Pläne für einen Radweg entlang der Mühlenstraße (K4) und für eine „Ortsumgehung“ im Süden von Horst vorstellte.

2016 sollte bereits der erste Bauabschnitt für den Radweg bis zum Kiwitzheidweg beginnen. Entsprechende Gelder seien bereits im Kreishaushalt eingestellt, hieß es damals. Knapp zwei Jahre später gibt es noch keinen Radweg, und die Ortsumgehung ist ganz vom Tisch. Zu aufwendig und zu teuer, so zusammengefasst die Begründung des Kreises.

Die CDU will sich damit nicht abfinden

Die CDU will den Plan dennoch umsetzen und  hat deshalb einen Antrag für den Planungsausschuss am Dienstag, 16. Mai, um 17.30 Uhr im Stadthaus, Konrad-Adenauer-Platz 1, gestellt. Fraktionschef Willi Jasperneite und der verkehrspolitische Sprecher Ferdinand Schulze Froning fordern darin, dass sich die Verwaltung für den Bau der südlichen Umgehung einsetze und „unverzüglich Gespräche mit dem Kreis Unna und dem Regionalverband Ruhr“ führt. Sollte der Ausschuss dem Antrag folgen, rechnet Wernes Tiefbauamtsleiter Gisbert Bensch nicht mit erfolgreichen Gesprächen.

„Ich glaube nicht, dass sich die Einstellung des Kreises zu dieser Sache geändert hat.“

Das bestätigt auch Jürgen Busch vom Fachbereich Bauen des Kreises Unna auf RN-Anfrage: „Wir als Kreis könnten diese Umgehung nur bauen, wenn es ein Planfeststellungsverfahren gibt.“ Dieses Verfahren sei nicht nur langwierig, sondern würde den Bau der Straße nicht garantieren: „Dazu bräuchten wir auch die Grundstücke, was erneut Zeit in Anspruch nehmen würde.“

Busch spielt den Ball deshalb zurück an die Stadt: „Würde es für den Ortskern Horst einen Bebauungsplan geben, der klar regelt, wie sich die Wohnbebauung dort entwickeln soll, könnte man in diesem Zusammenhang auch eine Ortsumgehung in diesen Plan aufnehmen.“ Eine solche Straße würde in den Augen des Kreises ohnehin nur Sinn machen, wenn das Potenzial des Horster Ortskerns klar umrissen wäre.

Der Bau des Radweges verzögert sich

Beim ersten Bauabschnitt des Radwegs entlang der K4 sei man hingegen kurz vorm Ziel: „Die Grundstücke bis zum Herrenkampweg haben wir.“ Auch die Förderung sei bereits angemeldet, ein Baustart in diesem Jahr ist jedoch laut Busch unwahrscheinlich: „Wir haben derzeit viele Projekte, sodass wir in Ruhe planen werden.“

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