Chiaroscuro-Chor erntete stehende Ovationen beim Konzert im Kapuzinerkloster

Jubiläum

WERNE 350 Jahre Kapuziner in Werne. Ein historisches Ereignis, das die Klosterbrüder angemessen in diesem Jahr feiern wollen. Am Sonntag machte ein Konzert den Auftakt. Die Zuhörer waren von dem Programm des Chores "Chiaroscuro" begeistert.

von Von Mareike Kneip

, 18.05.2009, 13:33 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Chor "Chiaroscuro" aus Münster überzeugte mit Ausdruck und stimmlicher Kraft.

Der Chor "Chiaroscuro" aus Münster überzeugte mit Ausdruck und stimmlicher Kraft.

"Wir hatten viel Freude in dieser Kirche zu sein und sie offensichtlich auch, vielleicht möchten sie ja eine Zugabe hören?", fragte Stephan Hinssen, der Leiter des Chores "Chiaroscuro" nach dem Konzertprogramm lächelnd.Zugabe

Und die Besucher des Chorkonzertes brannten nahezu auf eine Zugabe. Der Auftakt zum Jubiläum "350 Jahre Kapuziner in Werne" mittels eines Chorkonzertes am Sonntagnachmittag mit dem Chor "Chiaroscuro" aus Münster war geglückt. Der Chorname "Chiaroscuro" stammt aus dem Italienischen und ist mit "Hell-Dunkel" zu übersetzen. Dem Namen gemäß war auch das Konzert angelegt. Es ging vom Fröhlichen zum Schwermütigen, vom Licht in die Finsternis und umgekehrt. Ein erster Fokus lag auf der wunderschönen Intonation der "Missa A-Dur op.126" für drei Frauenstimmen und Orgel von Josef Gabriel Rheinberger.Sonnenstrahlen tauchten Klosterkirche in heimeliges Licht

Von der Orgelbühne erklangen die ersten Töne der Orgel, gespielt von Benedikt Bonelli, die Frauen des Chores setzten ein mit einem anmutigen Gesang. Immer wieder kämpften sich Lichtstrahlen durch die Wolken hervor und drangen durch die Fenster. Sie tauchten die Kirche in ein heimeliges Licht und es wurde besinnlich im Kloster. Die Besucher lehnten sich zurück, einige schlossen ihre Augen, spürten in sich hinein, während sie dem Gesang des Chores lauschten. Der Gesang der Sänger berührte und rührte an. Der zweite Teil des Konzertes war geprägt durch weitere Chorwerke - unter anderem von Lechner, Palestrina, Agricola, Grieg - zum Thema "Hohelied Salomonis". Die Sängerinnen und Sänger des Chores stellten sich im Altarraum auf und sangen a capella. Die kleine Sammlung der Liebeslyrik, die Eingang in den Kanon der christlichen Bibel gefunden hatte, wurde gesanglich und durch Lesungen lebendig.Das Hohelied der Liebe

Das Hohelied besingt in einer Folge von Gedichten die Liebe von Mann und Frau, die sich verbinden, sich verlieren, sich suchen und sich finden. Aus vier Kapiteln las Joachim Aich, Sprechtrainer aus Köln und freier Sprecher beim Deutschlandfunk die biblischen Texte, bevor der Chor mit den einzelnen Stücken dazu einsetzte. Mit stehenden Ovationen und minutenlangem Applaus wurden die Sänger für ihren Gesang belohnt.

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