Chorleiter Thorsten Fabrizi verabschiedet

Ev. Kirchengemeinde

"Tja, so ist das eben", sagte Thorsten Fabrizi bei seiner Abschiedsfeier am Sonntagmorgen im Martin-Luther-Zentrum. "Ich bedanke mich für die vielen gemeinsamen Konzerte und die guten Wünsche für die Zukunft." Es sei eine schöne Zeit gewesen.

WERNE

von Von Elisabeth Plamper

, 30.01.2011, 19:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Chorleiter und Kantor Thorsten Fabrizi nahm offiziell Abschied von der evangelischen Kirchengemeinde Werne.

Chorleiter und Kantor Thorsten Fabrizi nahm offiziell Abschied von der evangelischen Kirchengemeinde Werne.

Dazu gab es ein Ständchen von den Sängerinnen und Sängern. „Chorsingen ist Diktatur. Da ist von Demokratie keine Spur“, hieß es. „Die Sänger singen, singen, singen immer nur, was der Chorleiter will, ganz stur.“ So ganz endgültig ist der Abschied allerdings noch nicht. Das Oratorium „Sühnopfer des Neuen Bundes“ von Carl Loewe (1796 - 1869) wolle der Motettenkreis auf jeden Fall noch mit seinem scheidenden Chorleiter in Bernburg präsentieren. Die Kreisstadt liegt nahe Löbejün, dem Geburtsort von Loewe.

Pfarrer Kai-Uwe Schroeter überreichte Fabrizi „einen fliegenden Holländer“. Literatur, Kunst und Musik verbinde sich damit zu einer Einheit. „Es ist schade, das Sie gehen“, sagte Pfarrer Thomas Hein, „aber auch gut, dass wir Sie gehabt haben.“ Mit dem Weggang von Thorsten Fabrizi stellt sich wieder die Frage nach der Einrichtung einer festen Kirchenmusikerstelle.

„Zuständig dafür ist im Kirchenkreis Hamm und Kreiskantor Heiko Ittig“, erklärte Thomas Hein. „Das nächste Treffen mit dem Personalausschuss des Presbyteriums findet dazu am 10. Februar hier im Martin-Luther-Zentrum statt.“ Sollte der Kirchenkreis der Kirchenmusikerstelle zustimmen, werde es dann noch rund ein Jahr dauern, bis das Ausschreibungs- und Bewerbungsverfahren abgeschlossen sei. Die Aufgaben als Organistin übernimmt vorerst die Sopranistin des Motettenkreises, Anja Osterkemper.

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