„Fair Parken“ am Krankenhaus – Das steckt hinter der Parkgebühren-Firma am Christophorus

rnChristophorus-Krankenhaus

Parken am Christophorus kostet. Doch nicht die Kosten sorgen für einen großen Aufschrei – sondern die Umsetzung. Doch wer ist überhaupt das Unternehmen „Fair Parken“ und wie arbeitet es?

Werne

, 28.07.2019, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Kostenloses Parken am Krankenhaus in Werne gehört der Vergangenheit an. Besucher, Patienten und Angestellte müssen nun selbst in die Tasche greifen – und dabei oft schätzen, wie lang ein solcher Besuch überhaupt dauert. Schuld ist der Verzicht auf eine Schranke. Stattdessen setzt das Christophorus auf Parkautomaten.

Verantwortlich für die Umsetzung ist das Unternehmen Fair Parken aus Düsseldorf mit deutschlandweit mehr als 100 Standorten – darunter Supermärkte, Einkaufszentrum und eben Klinken. Der Sinn: glücklichere Parkplatz-Nutzer, weil „Fremdnutzer“, wie es das Unternehmen nennt, die Parkplätze nicht blocken.

Konzept gemeinsam mit dem Krankenhaus erstellt

Örtliche Gegebenheiten – wie zum Beispiel die Nähe zur Innenstadt oder einem Bahnhof – würden bei Planung und Durchführung der Parkraumüberwachung ebenso einbezogen wie zeitliche Besonderheiten bei Fremd- und Dauerparkern.

„Gemeinsam mit der Klinikleitung wird jeweils ein individuelles Bewirtschaftungskonzept erstellt, um die Parksituation auf den Stellflächen zu verbessern“, sagt Sabine Klaas von Makefield Public Relations, die die Öffentlichkeitsarbeit für Fair Parken macht.

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Auf seiner Website wirbt das Unternehmen mit vielen Vorteilen für seine Kunden – in diesem Fall also das Christophorus-Krankenhaus: geringer Investitionsaufwand und minimale Kosten im Betrieb, minimaler Wartungsbedarf und hohe Zuverlässigkeit sowie problemloser Verkehrsfluss durch unbeschrankte Zufahrten.

„Die Reaktionen sowohl von den Klinikleitungen als auch von Besuchern und Patienten sind sehr positiv“, sagt Klaas allgemein über die Rückmeldungen.

Werner Besucher sind noch unzufrieden

Doch in Werne sieht das Bild aktuell noch etwas anders aus. Besucher hätten gerne eine Schranke und ein Parkticket, um die Dauer des Aufenthalts vorher nicht schätzen zu müssen.

Auch die Preise pro Stunde sorgen nicht nur für positive Reaktionen – so gehört das Christophorus zu den Spitzenreitern unter den umliegenden Krankenhäusern. Bezahlen kann man das Wochenticket zum Preis von 40 Euro zudem laut Beschilderung ausschließlich mit 2-Euro-Stücken. 20 Stück müsste der Autofahrer also für diesen Fall parat haben.

Wie sich Krankenhaus und Fair Parken die Einnahmen und Strafgebühren aufteilen, wollte das Unternehmen nicht kommentieren. Wie sich die neue Parkregelung in Werne einspielt, muss sich in den kommenden Wochen und Monaten noch beweisen.

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