Coronavirus in Werne: Verstärkte Kontrollen von Schülern angekündigt

Schulen in Werne

Beim Schulstart am Mittwoch (12. August) müssen die Werner Schüler sich auf verschärfte Corona-Regeln einstellen. Die Stadt hat nun erklärt, wo es knifflig werden könnte.

Werne

, 11.08.2020, 13:10 Uhr / Lesedauer: 2 min
Zum Schulstart in Werne wollen Stadt und Polizei verschärft an den Bushaltestellen kontrollieren.

Zum Schulstart in Werne wollen Stadt und Polizei verschärft an den Bushaltestellen kontrollieren. © Felix Püschner

Am Mittwoch (12. August) nehmen sowohl Grundschulen als auch weiterführende Schulen wieder den Betrieb auf - unter verschärften Regeln angesichts der Corona-Pandemie. Neben Abstandsgebot, Hygieneregeln, Einbahnstraßenregelungen und Co. gilt an den weiterführenden Schulen auch während der Unterrichtsstunden eine Maskenpflicht für Schüler. Die Stadt hat nun in einer kurzfristigen Pressekonferenz weitere Details zum Schulbetrieb in Werne bekannt gegeben. Einen Bereich wollen Ordnungsamt und Polizei besonders in den Blick nehmen: die Bushaltestellen.

Man habe in den vergangenen Wochen durchaus eine gewisse „Laissez-faire-Haltung“ im Hinblick auf die Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen in der Bevölkerung festgestellt - vor allem bei Jugendlichen, wie Wernes Krisenstabsleiter Frank Gründken und Schuldezernent Alexander Ruhe erklärten. „Und wir haben wieder mehr Infektionsfälle. Die Situation ist nicht undramatisch. Das sollte allen klar sein“, so Gründken.

Infektionsrisiko auf dem Schulweg gering halten

Auch deshalb wollen Stadt und Polizei mit Beginn des neuen Schuljahrs verstärkt kontrollieren und gegebenenfalls Bußgelder verhängen - auch an den Bushaltestellen. Denn während die Einhaltung der Corona-Regeln sich auf dem Schulgelände noch recht gut durch die Schulen selbst kontrollieren lässt, ist das nach Schulschluss - wenn sich die Kinder und Jugendlichen auf den Heimweg begeben - nicht mehr möglich. „Aber das ist schon ein Knackpunkt“, sagte Ruhe. Deswegen appelliere man auch an die Vernunft der Schüler.

Denn nicht nur im Bus, sondern auch an den Haltestellen gelte Maskenpflicht - nämlich wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Und das sei gerade zu den Stoßzeiten wahrscheinlich der Fall. In den Bussen selbst liegt es dann wieder an der Verkehrsgesellschaft - im Fall von Werne also der VKU - die Einhaltung der Maskenpflicht zu kontrollieren.

„Wir wollen die Menschen vor allem sensibilisieren. Bußgelder auszusprechen ist nicht unser oberstes Ziel.“
Frank Gründken

Die Stadt selbst ist derzeit mit einem Team aus etwa zehn kontrollierenden Mitarbeitern im Einsatz - allerdings sind die insbesondere mit der Kontrolle von Gastronomiebetrieben beschäftigt. In Zeiten des Lockdowns hatte die Stadt das Kontrollteam des Ordnungsamt auf gut 50 Mitarbeiter aus anderen Abteilungen aufgestockt. Ein Szenario, das laut Gründken durchaus wieder vorstellbar ist - je nachdem, was die neue Coronaschutzverordnung mit sich bringt. Fakt sei allerdings auch, „dass die Kollegen aus den anderen Bereichen inzwischen wieder ihren eigentlichen Aufgaben nachgehen“, so Gründken. Wie sich die Zahl der Bußgelder zuletzt entwickelt hat, konnte der Krisenstabsleiter aktuell noch nicht sagen.

Lesen Sie jetzt