Darum ist mit dem Spielmobil jetzt Schluss

Wunsch nach Verlängerung

Das Ferienangebot des Spielmobils "Rappelkiste" war für viele Kinder ein Ferienhöhepunkt. Organisiert hatte das mobile Spielparadies die Jugendhilfe Werne. Eigentlich - so wünschen es sich viele Eltern und Kinder - sollte das Spielmobil das ganze Jahr über in den Werner Straßen Halt machen. Doch dafür fehlt das Geld.

WERNE

, 26.08.2017 / Lesedauer: 2 min
Darum ist mit dem Spielmobil jetzt Schluss

An verschiedenen Spielplätzen machte das Spielmobil Rappelkiste in den Ferien Halt: Resümee der Aktion zogen jetzt (v.l.) Jürgen Goldhahn als Vater, Atoosa Fashkhorani als Mitarbeiterin, Michael Knäpper als Streetworker und Mirja Dömland als Mutter.

Wenn die Kinder das bunte Spielmobil „Rappelkiste“ auf der Straße entlangfahren sehen, ist meist kein Halten mehr. „Sie möchten am liebsten hinterherlaufen.“ Diese Erfahrung machen auch Mirja Dömland (42) und Jürgen Goldhahn (64). Ihre Kinder nutzten das besondere Ferienangebot, das nun wieder zu Ende geht.

An 15 Tagen hatte die Jugendhilfe Werne das Spielmobil an verschiedenen Spielplätzen und Schulen aufgebaut. Auf der Pfarrwiese St. Johannes, am Weidenweg im Nieland, auf dem Spielplatz an der Berliner Straße und jeweils im Rahmen des Ferienprogramms Wernutopia am Jugendzentrum Juwel und an der Uhlandschule. Mit dabei waren immer eine Hüpfburg sowie Spiele, Bewegungs- und Kreativangebote. „Wie der Rattenfänger von Hameln lockt das Spielmobil die Kinder an“, sagt Veranstalter Michael Knäpper. Bis zu 80 Kinder und Erwachsene zählte er bei den einzelnen Terminen.

Das ist das Fazit der gesamten Aktion:

„Je nach Wetterlage und Wohngegend waren es mehr oder weniger“, berichtet der Streetworker. „Auch die Eltern haben die Aktion tatkräftig unterstützt“, erzählt Jürgen Goldhahn. Er fungierte meist als Grillmaster. „Die Bratwurst ist für die Kinder ganz wichtig“, hat er festgestellt.

Am Mittwoch hatte sich Knäpper mit den Eltern getroffen, um ein Fazit der Aktion zu ziehen. Tenor war, dass das Spielmobil nicht nur in den Ferien Halt machen sollte, sondern regelmäßig auch in der Schulzeit. „Das werden wir bei der Planung für das nächste Jahr berücksichtigen“, versprach Knäpper. Machte aber keinen Hehl daraus, dass es eine Kostenfrage ist.

„Das Fahrzeug mitsamt Spiele-Inhalt muss in Schuss gehalten und die freien Mitarbeiter müssen bezahlt werden“, gab er zu bedenken. „Daher sind wir immer wieder auf Spenden angewiesen“, betonte er. „Ohne einen Zuschuss könnten wir das Angebot generell nicht halten.“ So hatte auch der Lionsclub Werne in Westfalen wieder für die Ferienaktion 2017 gespendet.

Das Spielmobil „Rappelkiste“ der Jugendhilfe steht auch Vereinen und wohltätigen Einrichtungen nach Bedarf zur Verfügung.
Wer Interesse daran hat, kann sich bei Streetworker Michael Knäpper unter Tel. (0160) 93812408 melden.
Zehnjähriges feiert die Rappelkiste im nächsten Jahr. Dann soll ein großes Jubiläumsfest starten, für das noch Spenden gebraucht werden.

 

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