Das tut Werne gegen Raser an der Vinzenzstraße

Bürgerbeschwerde

Die Anwohner in der Vinzenzstraße in Werne sind die Raserei vor ihrer Haustür leid. Bei einer Bürgerversammlung verlangten sie nun von der Stadt Werne, dagegen etwas zu tun. Diese wird nun in einer Testphase versuchen, etwaige Raser zu stoppen - zum Beispiel mit Baken.

WERNE

, 19.06.2017 / Lesedauer: 2 min
Das tut Werne gegen Raser an der Vinzenzstraße

Absperr-Baken in der Vinzenzstraße sollen testweise die Fahrbahn verengen und so Raser bremsen.

Seitdem das neue Baugebiet Hustebecke fertiggestellt und die Straße vor drei Jahren verkehrsberuhigt ausgebaut worden ist, klagen die Anwohner immer häufiger über unangepasstes Fahren auf der Spielstraße. Vergangenen Dienstag konnten sie bei einer Bürgerversammlung schließlich ihren Unmut im Stadthaus loswerden und ihre Vorstellungen über eine weitere Maßnahme zur Verkehrsberuhigung äußern. Zur Diskussion standen unter anderem die gelben Plastik-Kissen wie an der Helmut-von-Moltke-Staße.

Eine engere Fahrbahn soll das Rasen erschweren

Doch mit diesem Vorschlag aus der Nachbarschaft konnten sich die 20 anwesenden Anwohner nicht anfreunden, wie Gisbert Bensch von der Tiefbauabteilung der Stadt Werne auf unsere Anfrage erläuterte. Der Tiefbauamtsleiter machte ihnen daraufhin einen weiteren Vorschlag: Die Straße noch weiter zu verengen, indem die Beete künstlich verbreitert werden.

„Hierbei würden sogenannte Kissen wie Bordsteine seitlich an die Baumscheiben-Einfassung angebracht“, sagt er. Die Beete müssten dazu nicht aufgerissen werden. Aufgrund der Fahrbahnverengung müssten dann allerdings auch Parkflächen wegfallen.

Für eine Woche können die Maßnahmen getestet werden

Für eine Testphase von einer Woche stellten am Freitag die Bauhofmitarbeiter nun entsprechende Absperr-Baken, die eine Fahrbahnverengung simulieren sollen, auf die Vinzenzstraße. Eine Woche lang dürfen sich die Anwohner nun das Provisorium anschauen und testen. Danach werde man wieder das Gespräch suchen, so Bensch.

„Sollte es keine Einigung geben, müsste sich die Stadt eine Lösung einfallen lassen“, sagt der Tiefbauamtsleiter. „Wir machen das, was technisch machbar und finanzierbar ist.“

Derartige Maßnahmen sind kein leichtes Unterfangen

„Es wird immer schwieriger, die Straße verkehrsberuhigt auszustatten.“ Die Grundstücke werden immer schmaler und die Bebauung immer enger. Schließlich wolle man ja auch keinem Anwohner die Einfahrt versperren.

Ein weiteres Ärgernis sind in der Vinzenzstraße die Natursteine, die offensichtlich Anwohner in die unkrautüberwucherten Beete gelegt haben und die Autofahrer beim Ausweichen übersehen. „Diese Steine haben wir nicht in die Beete gelegt“, so Bensch.

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