Demo in der Innenstadt: Bündnis gegen Rechts setzt am Samstag ein klares Zeichen

Demo in Werne

Mehr als 50 Teilnehmer sind am Samstag mit dem Werner Bündnis gegen Rechts durch die Innenstadt gezogen. Sie wollten ein deutliches Zeichen setzen und fühlen sich durch die Kundgebung ermutigt.

Werne

, 13.10.2019, 15:44 Uhr / Lesedauer: 1 min
Demo in der Innenstadt: Bündnis gegen Rechts setzt am Samstag ein klares Zeichen

Über 50 Teilnehmer waren bei der Demo gegen Rechts am Samstag, 12. Oktober in Werne dabei. © Werner Bündnis gegen Rechts

Über 50 Teilnehmer haben sich am Samstagmittag, 12. Oktober, vor der Partnerschaftsuhr in Werne zusammengefunden, um der Opfer des rechten Anschlags in Halle an der Saale am Mittwoch zu gedenken.

Der 27-jährige Täter hatte dort versucht, am jüdischen Feiertag Jom Kippur in die Synagoge einzudringen, um Juden zu erschießen. Als ihm dies nicht gelang, erschoss er stattdessen zwei andere Menschen.

Spontane Kundgebung in der Innenstadt

Das Werner Bündnis gegen Rechts nahm dies zum Anlass, um spontan eine Kundgebung in der Innenstadt zu organisieren.

Neben dem Gedenken an die Opfer in Form einer Schweigeminute und der Information über die Hintergründe des Anschlags spielte auch der Protest gegen Antisemitismus und rechte Gewalt eine wichtige Rolle.

Deshalb fühlt sich das Bündnis gegen rechts ermutigt

In einer Rede machte das Bündnis deutlich, dass es sich bei dem Anschlag nicht um ein einzelnes Ereignis handele. Es stehe in einer Reihe weiterer Anschläge wie dem im Münchener Olympia-Einkaufszentrum 2016.

„Auch wenn der Anlass keinen Grund zur Freude gibt, ermutigt es uns, dass so viele Menschen zu der Kundgebung gekommen sind.“, sagte Philipp Müller vom Werner Bündnis gegen Rechts.

„Es war uns ein Anliegen, auch abseits der Großstädte zu zeigen, dass Antisemitismus und rechte Gewalt nicht achselzuckend zur Kenntnis genommen werden. Wir wünschen den Angehörigen und Betroffenen viel Kraft und alles Gute“, so Müller.

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