Abriss? Von wegen! Die Fußgängerbrücke über die B54 steht immer noch und das bleibt auch so

Stadtentwicklung

Der Abriss der Fußgängerbrücke über der Münsterstraße verzögert sich schon wieder. Eigentlich sollten im September die Abrissbagger rollen. Daraus wird nichts. Es dauert wieder deutlich länger.

Werne

, 09.09.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Abriss? Von wegen! Die Fußgängerbrücke über die B54 steht immer noch und das bleibt auch so

Schon wieder: Der Abriss der Fußgängerbrücke über die B54 in Höhe des Berufskollegs verzögert sich erneut. © Jörg Heckenkamp (A)

Schon lange tut sich nichts mehr an der Fußgängerbrücke über der Münsterstraße. Längst sollte sie abgerissen werden - bisweilen war das Abtragen für Ende 2017 angepeilt. Doch die Brücke steht immer noch. Denn auch der nächste Abrisstermin ist geplatzt.

Eigentlich sollte das Bauwerk, das für viele Werner ein Schandfleck ist, im September weichen. Dafür wurden erste Arbeiten durchgeführt. Einige Bäume und Sträucher wurden bereits Ende des Jahres 2018 entfernt. Seitdem ist an der Brücke nichts mehr passiert. Und das wird auch erst einmal so bleiben.

„Wie üblich wird der Termin nach hinten rücken“

Denn: Der Abriss wird erneut verschoben, wie Gisbert Bensch, Projektleiter der Stadt Werne, erklärt. „Wie üblich wird der Termin nach hinten rücken“, sagt er lapidar. Denn das Ausschreibungsverfahren für die Unternehmen läuft noch. Erst im Oktober könne der Auftrag herausgegeben werden.

Und da steht Ende des Monats bekanntlich die Sim-Jü-Kirmes in Werne an. Da soll es keine Großbaustelle mit Straßensperrung in Werne geben. Der Abriss wird also - Stand jetzt - nicht vor November beginnen, so Bensch.

Jetzt lesen

Komplettsperrung der Münsterstraße notwendig

Die Verantwortlichen vergeben den Auftrag des Abrisses im Gesamtpaket mit den nachfolgenden Bauarbeiten zum Kreisverkehr an einen Anbieter. „Deshalb gibt es auch keinen vorzeitigen Abriss der Brücke“, erklärt Bensch.

Wenn dieser endlich beginnt, wird laut Bensch die viel befahrene Münsterstraße (ehemals die Bundesstraße 54) nur einspurig befahrbar sein. Eine Komplettsperrung der Straße wird es laut Bensch in jedem Fall geben, wenn die Brückenteile, die über die Fahrbahn ragen, entfernt werden.

Das werde etwa drei Tage dauern, so Bensch. Der gesamte Abriss wird wohl eine Woche dauern, schätzt der Projektleiter.

Abriss? Von wegen! Die Fußgängerbrücke über die B54 steht immer noch und das bleibt auch so

Einige Bäume und Sträucher mussten schon längst weichen. Die Brücke hingegen steht noch. © Jörg Heckenkamp (A)

Auch Fertigstellung verzögert sich erneut

Mit der Verzögerung des Brückenabrisses wird das eigentliche Bauprojekt, der neue Kreisverkehr, auch wieder weiter nach hinten verschoben. Hieß es zunächst noch, dass der Kreisel Ende 2019 fertiggestellt sein soll, wird dies erst im Sommer 2020 der Fall sein.

Gisbert Bensch rechnet damit, dass die Baumaßnahme etwa ein halbes Jahr dauert - vorausgesetzt, das Wetter spielt mit und es gibt nicht erneut eine weitere Verzögerung. Der Abriss der Fußgängerbrücke, die für viele Politiker einfach nur „ein hässliches Bauwerk“ ist, ist Teil des Horne-Projekts.

760.000 Euro für das Gesamtprojekt

Der Bau des Kreisverkehrs an Münsterstraße/Becklohhof und dem daran installierten Radschnellweg RS1 ist eine bauliche Veränderung im Zuge des 2017 beschlossenen Regionale-Projektes „Werne neu verknüpft“. 760.000 Euro kostet das gesamte Projekt - einen Teil davon übernimmt das Land NRW.

Abriss? Von wegen! Die Fußgängerbrücke über die B54 steht immer noch und das bleibt auch so

Nachdem die Brücke abgerissen ist, soll an dieser markanten Stelle in der Werner Innenstadt ein großer Kreisverkehr mit Radweg entstehen. © Jörg Heckenkamp (A)

Lesen Sie jetzt