Die Klinik in Bockum-Hövel wird geschlossen

Zusammenschluss zweier Krankenhäuser

Kommen Sie aus Stockum? Dann sind Sie ja vielleicht im St.-Josef-Krankenhaus in Bockum-Hövel geboren worden. Ja? Dann müssen Sie jetzt ganz stark sein, denn das Krankenhaus soll es in dieser Form schon bald nicht mehr geben. Wir verraten, wann das Hospital geschlossen wird und was danach passiert.

WERNE/HAMM

15.01.2017, 18:28 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Klinik in Bockum-Hövel wird geschlossen

Nur bis 2020 soll es in Bockum-Hövel das St.-Josef-Hospital geben.

Am Mittwoch vergangener Woche hat der Träger, die St.-Franziskus-Stiftung, die Zusammenlegung des St.-Josef-Krankenhauses mit der St.-Barbara-Klinik in Heessen bekannt gegeben. Wichtigste Nachricht vorweg: Es sollen laut der Stiftung alle Arbeitsplätze des St.-Josef-Krankenhauses erhalten bleiben. Sie werden in die St.-Barbara-Klinik integriert.

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„Indem wir die medizinischen Leistungen an einem Ort bündeln, haben wir neue Möglichkeiten und weiten unser Engagement in der Region deutlich aus“, wird Dr. Klaus Goedereis, Vorstandsvorsitzender der St. Franziskus-Stiftung Münster, auf der Homepage der Stiftung zitiert. Und weiter: „Wir investieren über 20 Millionen Euro in einen Erweiterungsbau in Heessen, mit dem wir das Angebot an medizinischen Leistungen erweitern und verbessern werden.“

Raum für Weiterentwicklung

Um ausreichend Raum für die Weiterentwicklung zu haben, werden nach Abschluss der Planungen umfangreiche Bauarbeiten auf dem Gelände der St.-Barbara-Klinik beginnen. Der Umzug der Mitarbeiter und der Fachabteilungen aus Bockum-Hövel wird erst nach Abschluss der Baumaßnahmen in Heessen im Jahr 2020 stattfinden. Bis dahin findet die Versorgung der Patienten in gewohnter Weise in Heessen und Bockum-Hövel statt.

Die Bauarbeiten in Heessen beinhalten zum Beispiel einen komplett neuen OP-Trakt, sodass in Zukunft bis zu 15 Operationssäle zur Verfügung stehen werden. „Unsere Patienten profitieren dann von noch kürzeren Wegen. Wir haben dann alle Spezialisten an einem Ort“, sagte Frank Lohmann, Geschäftsführer der St.-Barbara-Klinik. Alle derzeit in Bockum-Hövel untergebrachten Kliniken sollen die gleichen Leistungen auch in der St.-Barbara-Klinik anbieten.

Für die Entscheidung zur Zusammenlegung der Krankenhäuser spreche laut Lohmann auch der bauliche Zustand des St.-Josef-Krankenhauses. Hier seien in naher Zukunft allein für Instandhaltungsmaßnahmen Aufwendungen in zweistelliger Millionenhöhe erforderlich.

Neugestaltung des Grundstücks in Bockum-Hövel

Für Notfallpatienten gilt: Schwerverletzte oder beispielsweise Patienten mit einem akuten Herzinfarkt werden bereits jetzt vom Rettungsdienst nicht mehr nach Bockum-Hövel gebracht. Für diese Notfälle ist eine umfassende medizinische Infrastruktur erforderlich, wie sie bereits jetzt in der St.-Barbara-Klinik existiert.

Das Grundstück in Bockum-Hövel soll im Dialog mit der Stadt Hamm städteplanerisch neu gestaltet werden.

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