Dorfgemeinschaftshaus Horst: Der Rohbau steht

Bauarbeiten gehen weiter

Nach fünf Monaten Bauzeit ist der Rohbau des Dorfgemeinschaftshauses am Ahlener Weg fertiggestellt worden. Jetzt geht der Ausbau los: Überall im Gebäude wird gebohrt und gehämmert. Wir haben uns auf der Baustelle umgeschaut.

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, 17.02.2016, 19:24 Uhr / Lesedauer: 2 min
Dorfgemeinschaftshaus Horst: Der Rohbau steht

Im Eingangsbereich hängt die Mosaikarbeit aus dem Jahre 1956. Sie konnte beim Abbruch der alten Volksschule gerettet werden.

Mit vier Mann trägt die Firma Münstermann die großen Fensterscheiben in den Rohbau am Ahlener Weg. Eine Scheibe wiegt 125 Kilogramm. Das Glas ist fünf Zentimeter dick. „Das sind Schallschutz-Fenster“, sagt Herbert Schulze Geiping, Vorsitzender des Fördervereins Dorfgemeinschaft Horst und Wessel. Diese Auflage hatten sie bei ihrer Baugenehmigung für das Dorfgemeinschaftshaus erfüllen müssen – zur Vorbeugung der Lärmbelästigung.

Fünf Monate Bauzeit

Nach fünf Monaten Bauzeit steht der Rohbau. „Nun geht es mit dem Ausbau weiter“, sagt er. Überall im Gebäude wird gebohrt und gehämmert. Die Klempner bauen die sanitären Anlagen ein, die Trockenbauer verkleiden die Decke und mittendrin Heimatforscher Manfred Bäumer. Er hält den Baufortschritt in Wort und Bild fest.

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Bauarbeiten im Dorfgemeinschaftshaus Horst

Der Rohbau des Dorfgemeinschaftshauses steht: Nun geht es an den Ausbau. Einige Eindrücke der Bauarbeiten am Ahlener Weg.
17.02.2016
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Im Eingangsbereich hängt die Mosaikarbeit aus dem Jahre 1956. Sie konnte beim Abbruch der alten Volksschule gerettet werden.© Foto Helga Felgenträger
Zwischendurch servieren die Helfer den Handwerkern eine heiße Tasse Kaffee.© Foto Helga Felgenträger
Das Dorfgemeinschaftshaus in Horst nimmt Formen an. In dieser Woche werden die Fenster eingesetzt.© Foto Helga Felgenträger
Das Dorfgemeinschaftshaus in Horst nimmt Formen an. In dieser Woche werden die Fenster eingesetzt.© Foto Helga Felgenträger
Für die neue Kindergartengruppe, die ins Dorfgemeinschaftshaus ausweichen muss, wird der Schießstand zur Hälfte abgesperrt.© Foto Helga Felgenträger
Das Dorfgemeinschaftshaus in Horst nimmt Formen an. In dieser Woche werden die Fenster eingesetzt.© Foto Helga Felgenträger
Für mollige Wärme sorgt der Ofen, der mit Abfallholz befeuert wird.© Foto Helga Felgenträger
Der Heimatforscher Manfred Bäumer hält den Baufortschritt im Bild fest.© Foto Helga Felgenträger
Aus Schallschutzgründen mussten die Horster fünf Zentimeter dicke Fensterscheiben einbauen lassen.© Foto Helga Felgenträger
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„Mein Hobby“, sagt Bäumer, der in Horst für seine Aufzeichnungen, die er auf seiner Homepage veröffentlicht, bekannt ist. „Seit 1993, als meine Eltern Goldhochzeit feierten, zeichne ich alles auf.“ Das habe ihn nie wieder losgelassen. Der Dachboden ist soweit fertig, für die Wärmeisolierung hatten die Handwerker auf einer Fläche von 320 Quadratmetern Steinwolle zwischen die Sparren eingeklemmt und anschließend verkleidet.

Dicker Brocken

Hier solle demnächst die Lüftungsanlage eingebaut werden, sagt Schulze Geiping. Ein ziemlich dicker Brocken. Um Kosten zu sparen, hält er Ausschau nach einer gebrauchten Lüftungsanlage. Die Anlage wird durchs Fenster ins Gebäude gebracht, dazu mussten die Horster ein extra breites Fenster in den Giebel einbauen.

Der Schießraum wird so schnell nicht zum Einsatz kommen. Wie berichtet, zieht hier die U-3-Gruppe der Kita St. Marien ein. „Die Schützen werden dann vorerst weiterhin im Waterfohr auf der Anlage schießen“, sagt Schulze Geiping.

Es gibt einen Wermutstropfen

Der Wermutstropfen: „Es wird unsere Einnahmen schmälern“, sagt er. Denn die Feierlichkeiten der Schützen werden dann auch erst mal nicht im Gemeinschaftshaus stattfinden.

Bislang liegen die Bauarbeiten im Kostenrahmen, wie der Fördervereinsvorsitzende feststellt. Die kalkulierten 450 000 Euro, die sich die Stadt mit 350 000 Euro und der Verein mit 100 000 Euro teilen, dürften wohl reichen.

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