Drei Aufgaben für Verein "Neues Wohnen in Werne"

Mehrgenerationen-Projekt

Ein Erbpacht-Grundstück für ihr Mehrgenerationen-Wohnprojekt haben sie schon – jetzt müssen sich die Mitglieder des Vereins "Neues Wohnen in Werne" darauf einigen, was für ein Haus sie dort entstehen lassen wollen. Und es gibt noch zwei weitere Baustellen, denen man sich widmen muss.

WERNE

, 18.09.2017, 16:42 Uhr / Lesedauer: 2 min
Drei Aufgaben für Verein "Neues Wohnen in Werne"

Das Grundstücke Becklohhof/Tenhagenstraße, auf dem das Mehrgenrerationenhaus entstehen soll.

Für Donnerstag, 21. September, hat der Verein ab 19 Uhr in den kleinen Kolpingsaal, Alte Münsterstraße 12, eingeladen. Dort stellt er sein Mehrgenerationen-Wohnprojekt und seine Partner vor. Die Mitglieder stehen dann auch für Gespräche zur Verfügung, um Grundlagen und auch die weiteren Schritte zu erläutern.

Konkret muss sich der Verein drei Feldern widmen:

  • Die Mitglieder: „Wir haben derzeit 23 Mitglieder“, sagt Vereinsgründer und Vorsitzender Andreas Drohmann. Zehn davon seien auch am Bau des Hauses interessiert, die übrigen würden das Projekt „wohlwollend begleiten“. Ein späterer Einstieg ist noch möglich. „Wir hatten zum Beispiel einen Studenten, der sich für das Projekt interessiert. Für ihn macht es aber erst Sinn, wenn wir fertig sind und die Höhe der Miete kennen.“ Die Idee, eine verbindliche Nachbarschaft aus verschiedenen Generationen zu schaffen, ist vor allem bei Senioren beliebt: „Aus der Generation 60plus haben wir genug Interessenten“, so Drohmann. Auch die Sparte der 40- bis 60-Jährigen sei gut abgedeckt. „Was noch fehlt, sind die Jüngeren, gerne auch Familien.“  
  • Die Planung: Ein erster Entwurf des Mehrgenerationenhauses an der Ecke Becklohhof/Tenhagenstraße fand keine breite Zustimmung – mit neuem Architekten soll nun der Durchbruch gelingen, was auch den Grundstückseigentümer, die Kirchengemeinde St. Christophorus, freuen würde. „Wir konnten das Büro Thiel aus Münster gewinnen, das bereits einige Projekte dieser Art als Referenz vorweisen kann“, sagt Andreas Drohmann. Mit der LKM GmbH aus Bochum ist auch ein Finanzierungsbüro mit im Boot – nun geht es darum zu schauen, was gewünscht ist und was man sich leisten kann. „Barrierefreiheit kann zum Beispiel auch nur im Erdgeschoss stattfinden, um die Aufzüge zu sparen“, nennt Drohmann eine beispielhafte Überlegung. „Die Wohnungen der oberen Etagen könnten dann jüngere Leuten oder Familien beziehen.“ Am 21. September wird der Verein allerdings noch keinen Entwurf präsentieren – dieses Ziel hat man sich für den zweiten Termin am 16. Januar, ebenfalls im kleinen Saal, gesetzt.
  • Die Zeit: Ein so großes Projekt braucht entsprechende Vorbereitung – Fehlschläge oder Umplanungen sind dabei nicht ausgeschlossen. Dennoch ist das Ziel: Nach dem Präsentationstermin im Januar soll die Vermarktungsphase starten. „Dann stehen auch die Preise fest, wobei man natürlich immer Plusminus fünf Prozent rechnen muss“, so Drohmann. Bis Ostern 2018 soll die Vermarktungsphase abgeschlossen ein. Im gleichen Jahr rechnet Drohmann mit der notwendigen Änderung des Bebauungsplans durch die Politik – die entsprechenden Signale seien vorhanden – sodass 2019 der Baustart avisiert wird. Grundsätzlich ist der Vorsitzende mit der Entwicklung zufrieden: „Es gibt Bürgervereine, die existieren seit zehn Jahren und haben immer noch kein Grundstück.“
Lesen Sie jetzt