Drei Verletzte nach Dachstuhlbrand im Evenkamp

Langer Einsatz für Wernes Feuerwehr

Eine Doppelhaushälfte im Evenkamp in Werne ist nach einem Dachstuhlbrand am Samstagmorgen unbewohnbar. Drei Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr verletzten sich bei dem Einsatz. Das Feuer drohte erneut auszubrechen.

Werne

, 24.02.2018, 07:07 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ein Übergreifen des Feuers auf die zweite Doppelhaushälfte konnte die Feuerwehr verhindern.

Ein Übergreifen des Feuers auf die zweite Doppelhaushälfte konnte die Feuerwehr verhindern. © Feuerwehr Werne

Um kurz nach 2 Uhr am Samstagmorgen erhielten der Löschzug 1 Stadtmitte sowie der Löschzug 3 aus Stockum der Freiwillige Feuerwehr Werne die Einsatzmeldung. Grund war ein Dachstuhlbrand einer Doppelhaushälfte in der Brachtstraße im Evenkamp.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte war die Straße bereits stark verraucht und Flammen schlugen aus dem Dach. Zunächst stellten die Einsatzkräfte sicher, dass beide Häuser geräumt waren und sich keine Personen mehr im Gebäude aufhielten.

Übergreifen verhindert

Obwohl das Feuer in der rechten Doppelhaushälfte ausgebrochen war, verschaffte sich die Feuerwehr über die linke Hälfte Zugang zu den Flammen. Über den Spitzboden, der beide Wohneinheiten verbindet, rückten die Einsatzkräfte vor und verhinderten ein Übergreifen des Brands auf die linke Doppelhaushälfte.

Probleme machten die eisigen Temperaturen von minus 5 Grad. Sie ließen das Löschwasser sowie die Wasser führenden Armaturen und Gerätschaften zufrieren. Ebenfalls platzte aufgrund des starken Wasserdruckes des Stadtnetzes ein Zuleitungsschlauch und das austretende Wasser verwandelte die Einsatzstelle schnell zu einer Eisfläche.

Kontrolle im Krankenhaus

Dies und der kräftezehrende Einsatz erschwerten zusätzlich die Löscharbeiten. Die Notbereitschaft vom Bauhof Werne sicherte mit Salz vom Streuwagen die spiegelglatte Einsatzstelle gegen Unfälle ab. Trotzdem verletzten sich drei Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr bei Stürzen auf der glatten Eisfläche leicht. Sie suchten im Anschluss des Einsatzes selbstständig ein Krankenhaus zur Kontrolle auf.

Durch den Einsatz von insgesamt 12 Trupps unter Atemschutz konnte ein Übergreifen der Flammen auf die zweite Doppelhaushälfte verhindert und der Brand endgültig gelöscht werden. Gegen 2.59 Uhr wurde „Feuer unter Kontrolle“ gemeldet sowie um 6 Uhr in der Früh „Feuer aus“.

Brandursachenermittlung der Kripo

Der rechte Teil der Doppelhaushälfte wurde zur Brandursachenermittlung durch die Kriminalpolizei versiegelt und verschlossen. Die Doppelhaushälfte ist aufgrund des Brandes und des Löschwassers nicht mehr bewohnbar. Im Einsatz waren 48 freiwillige Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Werne mit neun Fahrzeugen, der Bauhof der Stadt Werne, der Notdienst der Energieversorger, der Rettungsdienst und der Notarzt aus Werne sowie die Polizei.

Doch damit war es nicht getan: Um 09.06 Uhr wurde der Löschzug 1 der Freiwilligen Feuerwehr Werne erneut zur Einsatzstelle alarmiert. Wie Einsatzleiter Tobias Tenk auf Anfrage mitteilt, hatte ein aufmerksamer Nachbar die Feuerwehr noch einmal gerufen, weil er erneut Rauch aufsteigen sah.

Glutnester entzündet

Es wurden zwei sogenannte Glutnester, die durch den starken Wind wieder entzündet worden waren, abgelöscht. Dafür wurde aus dem Korb der Drehleiter gezielt die Dachhaut geöffnet und einzelne Stellen mit Wasser abgelöscht. Im Einsatz waren 12 Einsatzkräfte mit drei Fahrzeugen. Einsatzende war um 11 Uhr.

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