Konzert in Werne

Erinnerungen an historische „Brit-Rock“-Zeiten im wieder geöffneten Flöz K in Werne

Drei Sommerkonzerte der Club Montreuxreihe konnte der Kulturverein Flöz K draußen absolvieren. Am Freitag gab es die erste Wiederöffnungsveranstaltung im eigenen Bühnenraum - mit einem Auftakt nach Maß.
Die Band Buggs aus Düsseldorf zeigten einen stylischen Cocktail aus „ModRock-Soul-Britpop“ und begeistere das Publikum im Flöz K in Werne. © flöz K

Erinnerungen an historische „Brit-Rock“-Zeiten: Zum ersten Mal in der Corona-Krise konnten die Besucher am Freitagabend (1. Oktober) wieder ein Konzert in den Räumen des Flöz K erleben. Natürlich unter entsprechend aktuell geltenden Regeln und zunächst mit begrenzter Zuschauerzahl. Dennoch, war es ein Auftakt nach Maß, wie die Veranstalter mitteilten.

The Buggs aus Düsseldorf überzeugten auf der Bühne als Sextett mit bestens konzeptionierten Arrangements und einem hervorragend abgestimmten Instrumentarium, welches selbst ein Bläserduo beinhaltete, dass für eine runde Stilunterstreichung sorgte. Der nötige Abstand zum Publikum wurde dabei nicht außer Acht gelassen.

„ModRock-Soul-Britpop“, das ist der stilistisch zündelnde Cocktail, mit dem die smarten jungen Buggs das Publikum nach bereits nur den ersten zwei Liedern in spürbare Begeisterung zu versetzten wusste. Gewollt erzeugte Erinnerungen an Bands wie Small Faces, Kinks, Style Council, und The Jam mit good old „Modfather“ Paul Weller konnten im Kollektiv schließlich nicht ausbleiben.

Obschon Sänger Karsten Dylan mit seiner jungen gekonnt eingesetzten Rockstimme streckenweise tatsächlich auch sehr an „Mando Diao“ oder die „Arctic Monkeys“ erinnerte. Dylan war eindeutig der Chef im Ring, aber alle Bandmitglieder verstanden es richtig gut, als Gesamtwerk den Begriff „Band“ zu leben.

Buggs erinnerten an legendäre, britische 60er-Rock-Jahre. Und die Bandmitglieder zeigten dies auch durch ihre Outfits.
Buggs erinnerten an legendäre, britische 60er-Rock-Jahre. Und die Bandmitglieder zeigten dies auch durch ihre Outfits. © flöz K © flöz K

Spätestens in der zweiten Hälfte war nicht nur der wohlverdiente Applaus nach jedem Song vom Publikum gespendet worden, sondern es gab zunehmend mehr Begeisterungsausrufe von vielen ergriffenen Gästen.

Freunde und Bekannte konnten das Flöz endlich wieder von Innen spüren, auch wenn alle ihre eingenommenen Steh- und Sitzplätze beibehielten, so wie es angeordnet wurde, Wippen und Mitswingen konnte dennoch nicht vermieden werden, und es war auch gut so. Die Veranstaltung lief corona-diszipliniert über die Bühne, aber man spürte dem Publikum spätestens in der zweiten Hälfte verbeitete Tanzlust an, was natürlich bei diesem Auftritt noch nicht ausgelebt werden konnte.

Zweites Konzert im Flöz K in Werne vereinbart

Auch beim Outfit ließen die Musiker sofort erkennen, in welche Musikkulturelle Richtung der Ball rollen sollte: Coole, enggeschnittene Anzüge und eine sehr british angelehnte Gesamtgarderobe ließ das Publikum nicht schlecht staunen, als die Gruppe selbstbewusst und Aufmerksamkeit haschend die Bühne des flöz K betrat. Ganz im Stil alter 60er-Zeiten.

Nach einer zu kurzen Gesamtspielzeit von etwa knapp 80 Minuten und zwei bewegenden Zugaben als Bonus war allen samt Band klar, diese energiegeladene Musikshow soll unbedingt im nächsten Jahr noch einmal stattfinden. Der Veranstalter hat diesen Deal mit der Band nach dem Konzert schließlich direkt vereinbart.