Eurobahn-Sprecherin zu erneuten Problemen auf der Strecke der RB50: „Es ist wie ein Fluch“

Zugausfälle

Wieder Ärger um die Eurobahn zwischen Dortmund und Münster. Die erst seit sieben Wochen in Betrieb genommene neue Fahrzeugreihe muss in die Werkstatt. Das hat Auswirkungen auf die RB50.

Werne, Lünen, Dortmund, Capelle, Ascheberg

, 30.01.2019, 16:08 Uhr / Lesedauer: 2 min
Eurobahn-Sprecherin zu erneuten Problemen auf der Strecke der RB50: „Es ist wie ein Fluch“

Sie sind erst knapp sieben Wochen im Einsatz und müssen schon in die Werkstatt: die Fahrzeuge des Typs Flirt3. © Keolis / C. Köster

Alles funktionierte nach Plan. Seit Dezember lief es laut Betreiber Keolis wieder rund für die Eurobahn zwischen Dortmund und Münster. Keine Zugausfälle mehr, eine Pünktlichkeit von nahezu 100 Prozent. Und dann gab es am Dienstagabend, 29. Januar, wieder eine schlechte Nachricht für die Pendler.

Es kommt wieder zu Einschränkungen auf der Strecke der RB50. Denn die neuen Flirt3-Fahrzeuge müssen in die Werkstatt. Und das, obwohl sie erst seit Mitte Dezember im Einsatz sind.

Schmorspuren entdeckt

„Unsere Performance war gut und jetzt das. Es ist wie ein Fluch. Es sind Neufahrzeuge - das kann echt nicht sein, haben wir auch gleich gedacht. Aber leider sind uns die Hände gebunden. Das ist sehr ärgerlich - nicht nur für unsere Fahrgäste, sondern auch für uns als Unternehmen“, sagt Nicole Pizzuti, Sprecherin von Keolis, dem Betreiber der Eurobahn.

An zwei der neuen Fahrzeuge haben sich laut Pizzuti Schrauben gelöst. An einem Kabel seien Schmorspuren erkannt worden. „Im schlimmsten Fall hätte es zu einem Brand kommen können. Deshalb haben wir aus Sicherheitsgründen vorsichtshalber alle 13 Fahrzeuge in die Werkstatt geholt“, erklärt die Unternehmenssprecherin.

Vermindertes Sitzangebot

Die Vorsichtsmaßnahme hat Auswirkungen auf die RB-Linie zwischen Dortmund und Münster. Weil die neuen Fahrzeuge des Typs Flirt 3 ersetzt werden müssen, kommt es ab Mittwoch, 30. Januar, zu einem verminderten Sitzangebot in den Bahnen.

„Das ist blöd und ärgerlich für die Kunden, aber es ist besser, unsere Fahrzeuge jeweils mit einem Zugteil fahren zu lassen als die Strecke gar nicht bedienen zu können“, sagt Pizzuti.

Kein Plan für Schienenersatzverkehr

Mit einem Schienenersatzverkehr auf der Strecke der RB50 würde man derzeit nicht planen. Zugausfälle könnten aber nie ausgeschlossen werden. Derzeit fährt die Eurobahn laut Pizzuti mit den nun eingesetzten Fahrzeugen des Typs Flirt1 pünktlich.

Wenn alles gut läuft, sind die neuen Fahrzeuge des Typs Flirt3 bis Sonntag, 3. Februar, allesamt wieder auf der Schiene. Etwa vier Stunden bräuchten die Techniker des Herstellers Stadler in der Regel, um ein Fahrzeug zu warten, so Pizzuti.

Auch auf den Linien der RB61 und RB65/66 kommt es aufgrund der Zugausfälle zu Einschränkungen. Fahrgäste können sich unter der kostenfreien Servicehotline Tel. 00800 387 622 46 und im Internet über ihre Verbindungen informieren.
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