Familienbetrieb "Hoppe" schließt nach 100 Jahren

Raumausstatter in Werne

Drei Generationen in 100 Jahren - das ist die stolze Bilanz hinter dem Raumausstatter "Hoppe" in der Werner Bonenstraße. Ende Dezember soll Schluss sein: die Betreiber Clemens und Kornelia Hoppe verabschieden sich in den Ruhestand und schließen das Geschäft. Einen konkreten Nachfolger gibt es noch nicht.

WERNE

, 16.11.2016 / Lesedauer: 3 min
Familienbetrieb "Hoppe" schließt nach 100 Jahren

Kornelia und Clemens Hoppe schließen ihren LAden in der Bonenstraße. Sie gehen in den Ruhestand.

Kornelia und Clemens Hoppe geben ihr Geschäft an der Bonenstraße in Werne auf. Hier verkaufen sie Gardinen, Bodenbeläge, Farben und Dekorationen. „Seit 1996 leite ich den Laden, seit 48 Jahren bin ich im Betrieb“, sagt Clemens Hoppe. „Mein Großvater eröffnete den Laden. Wir haben mit Tapete und Farbe angefangen.“ Auch Gardinen und Dekoartikel kamen mit den Jahren dazu.

Betreiber wollen in den Ruhestand gehen

Clemens Hoppe und seine Ehefrau Kornelia sind sich einig, dass sie nun genug gearbeitet haben. „Wir schließen den Laden Ende Dezember. Und zwar nicht aus finanziellen Gründen. Wir möchten nur in den Ruhestand gehen,“ erzählt Clemens Hoppe.

Er machte eine Ausbildung zum Raumausstatter, seine Frau ist Einzelhandelskauffrau. Die Kinder haben einen anderen beruflichen Weg eingeschlagen und möchten nicht das Geschäft übernehmen. „Das ist aber völlig in Ordnung“, sagt der 65-Jährige. „Wir freuen uns auf unseren Ruhestand, weil wir dann Zeit für die Dinge haben, die immer zu kurz kamen. Unser Sohn hat eine kleine Tochter, da wollen wir uns mehr einbringen.“

Keine Arbeitslose durch die Geschäftsaufgabe

Ihren Laden in Lünen hatten sie bereits geschlossen. Nach 50 Jahren. Die meisten Mitarbeiter seien nach und nach ausgeschieden. „Viele Mitarbeiter waren in unserem Alter und gingen nach und nach in Rente. Nur eine Stelle besetzten wir neu. Die des Dekorateurs. Der Kollege hat aber eine neue Stelle ab Januar“, erzählt Hoppe. Es wird wegen der Geschäftsaufgabe keine Arbeitslosen geben.

„Es hat mir immer Spaß gemacht, hier zu arbeiten. Der Handwerksberuf hat mir viel gegeben. Ich habe mich meistens um die Bodenbeläge gekümmert. Aber mit den Jahren kommen auch die ersten Wehwehchen“, sagt der Geschäftsinhaber. Seine Frau betont, dass ihr der Kontakt zu den Kunden gefallen habe.

Weihnachtsfeier zum Abschied der Mitarbeiter

Einen Nachfolger haben die Hoppes noch nicht gefunden. Die Familie ist aber in Kontakt mit der Handwerkskammer und freut sich, wenn ihr Geschäft von einem Raumausstatter übernommen wird. Die Familie bedankt sich bei ihrer (ehemaligen) Belegschaft. „Sie waren alle sehr fleißig“, sagt Clemens Hoppe. Mit einer Weihnachtsfeier verabschieden sich die Hoppes von ihren Mitarbeitern.

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