FDP schürt Hoffnung auf Erhalt des Lehrschwimmbeckens Stockum

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Gibt‘s nach der negativen Abstimmung im Stadtrat doch noch einen Funken Hoffnung für das Lehrschwimmbecken in Stockum? Ja, sagt die FDP. So lauten die Pläne der Liberalen.

Herbern

, 13.09.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mittwochabend war im Stadtrat ein neuer Anlauf der CDU gescheitert, eine Zukunft für das Lehrschwimmbecken Stockum zu ermöglichen. Der Antrag der Christdemokraten, sich um Fördergelder für einen möglichen Weiterbetrieb des Bades zu bewerben, fiel mit 14 zu 21 Stimmen durch. Schluss, Aus, Ende?

Nicht ganz. Wie heißt es so schön? Die Hoffnung stirbt zuletzt. Und einen Funken Hoffnung macht die FDP. Denn Ratsherr Artur Reichert (58) brachte am Mittwochabend auf der Sondersitzung eine Variante ins Spiel, die im Kreise der Ratsmitglieder für das ein oder andere Kopfnicken sorgte: der Weiterbetrieb des Lehrschwimmbeckens in der Regie eines Vereines.

FDP schürt Hoffnung auf Erhalt des Lehrschwimmbeckens Stockum

Der Rat hat dem Lehrschwimmbecken in Stockum am Mittwochabend keine neue Chance gegeben. Der FDP schürt nun neue Hoffnung. © Mario Bartlewski (A)

Ob das nun der traditionsreiche SV Stockum oder eine neu zu gründender Verein, etwa auf Basis der Interessengemeinschaft LSB Stockum, sein könnte, ließ Reichert offen. Wichtig war für ihn nur: „Es dürfen keine finanziellen Risiken bei der Stadt oder einer Stadttochter bleiben“, wie er auf Anfrage der Redaktion sagte.

Kann ein Verein das Lehrschwimmbecken betreiben?

Allerdings müsste ein solcher Verein als Betreiber auf andere Weise finanzielle Unterstützung erfahren. Zum Beispiel dadurch, dass die Stadt Werne Gelder aus einem Förderprogramm zur Sanierung des Bades beantragt und dann an den neuen Bad-Betreiber weiterleitet. „Verwaltungstechnisch ist das machbar, ich habe mich erkundigt“, sagt Reichert.

Wernes Bad-Geschäftsführer Frank Gründken bestätigt das im Gespräch mit dieser Redaktion. Er stellt für den Fall des Falles Unterstützung durch die Bad GmbH in Aussicht. „Wir könnten zum Beispiel die jeden Morgen vorgeschriebene Überprüfung und Freigabe des Wasser übernehmen.“ Darüber hinaus seien weitere Hilfen für einen solchen neuen Betreiber denkbar.

Knackpunkt der FDP-Überlegungen ist einerseits die Frage, ob sich ein solcher Verein findet, der sich ein 47 Jahre altes Bad mit erheblichem Sanierungsstau und jährlichen Unterhaltskosten von gut 100.000 Euro ans Bein binden möchte.

Die nächste Frage stellt sich bezüglich des Fördertopfes: Die Bewerbungsfrist für die aktuelle Ausschüttung läuft Ende September aus. Das war auch der Grund, warum die CDU eine Sondersitzung des Stadtrates beantragt hatte, um keine Fristen zu versäumen, sollte der Rat dem CDU-Antrag folgen.

Ob es den selben Topf auch im nächsten Jahr gibt, steht noch nicht fest. Artur Reichert: „Aber ich denke schon, dass es diese Fördermittel noch einmal gibt.“ Seinen Vorschlag will er nun in einen Antrag für die nächste Sitzung des Badausschusses am 8. Oktober kleiden.

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