Feuerwehr-Großeinsatz am Solebad in Werne: Wohnmobil steht in Flammen

Am Solebad

Ein brennendes Wohnmobil auf dem Parkplatz am Solebad in Werne sorgte am Samstagmorgen für einen Großeinsatz der Feuerwehr. Es gab mehrere Explosionen. Eine Person wurde verletzt.

Werne

, 24.10.2020, 16:35 Uhr / Lesedauer: 2 min
Am Parkplatz des Solebads in Werne stand am Samstagmorgen ein Wohnmobil in Flammen.

Am Parkplatz des Solebads in Werne stand am Samstagmorgen ein Wohnmobil in Flammen. © Feuerwehr Werne

Der Löschzug 1 der Freiwilligen Feuerwehr Werne musste am Samstagmorgen (24. Oktober) gegen 9 Uhr zum Parkplatz am Hagen ausrücken. Nahe des Werner Solebads stand ein Wohnmobil in Flammen. Anders als zunächst vermutet, befand sich darin beim Eintreffen der Retter jedoch keine Person mehr.

Der Eigentümer des Wohnmobils sei von Passanten geweckt worden und hatte sich vermutlich bei den ersten Löschversuchen starke Verbrennungen sowie eine Rauchgasintoxikation zugezogen, heißt es in einer Pressemitteilung der Feuerwehr. Der Eigentümer sei daraufhin medizinisch versorgt worden. Der vorsorglich angeforderte Rettungshubschrauber, der das Brandopfer in eine Spezialklinik hätte transportieren können, wurde allerdings nicht benötigt. Stattdessen wurde die verletzte Person nach einer ersten Behandlung mit dem Rettungswagen in eine nahegelegene Klinik gebracht.

Bereits auf der Anfahrt war eine Rauchentwicklung in diesem Bereich von weitem zu sehen.

Die Feuerwehr löschte das brennende Fahrzeug - dem Eigentümer war das vorher nicht gelungen. Er zog sich Verletzungen zu. © Feuerwehr Werne

Gaskartuschen explodierten im Wohnmobil

Zeitgleich gingen die Feuerwehrleute unter Atemschutz mit Wasser und Schaum gegen die Flammen vor. „Laute Explosionen von Gaskartuschen sowie des Kompressors vom Kühlschrank des Wohnmobils waren deutlich zu hören. Das erste Niederschlagen der hohen Flammen mit Wasser aus dem Hohlstrahlrohr sowie der kurz darauf eingeleitete Schaumangriff zeigten schnell ihre Löschwirkung“, heißt es weiter.

Aufgrund eines möglichen Transportes des Brandopfers in eine Spezialklinik wurde zusätzlich zu den zwei Rettungswagen und des Notarztes aus Werne ein Rettungshubschrauber Christoph 8 aus Lünen zur Einsatzstelle geordert. Nach der ersten Behandlung wurde der Verletzte jedoch mit dem Rettungswagen in eine nahegelegene Klinik gefahren.

Aufgrund eines möglichen Transportes des Brandopfers in eine Spezialklinik wurde zusätzlich zu den zwei Rettungswagen und des Notarztes aus Werne ein Rettungshubschrauber Christoph 8 aus Lünen zur Einsatzstelle geordert. Nach der ersten Behandlung wurde der Verletzte jedoch mit dem Rettungswagen in eine nahegelegene Klinik gefahren. © Feuerwehr Werne

Ein zweiter Angriffstrupp habe unter Atemschutz zwei 5-kg-Gasflaschen aus den noch intakten Außenfächern des Wohnmobils geholt und das Feuer von der Rückseite des Fahrzeugs aus bekämpft. Mit der Wärmebildkamera seien anschließend versteckte Glutnester im Inneren des Wohnmobils identifiziert und mit dem sogenannten „Dunkhaken“ auseinandergezogen worden.

Das Wohnmobil-Wrack nach dem Brand am Solebad.

Das Wohnmobil-Wrack nach dem Brand am Solebad. © Philipp Ostrop

Die Brandursache sei nach wie vor unklar, erklärte Tobias Tenk, Pressesprecher der Feuerwehr Werne am Samstagnachmittag auf Anfrage unserer Redaktion. Man vermute einen technischen Defekt. Aufgrund des Zustands des Fahrzeugs sei dies jedoch kaum noch zu ermitteln gewesen.

Im Einsatz waren insgesamt sieben Fahrzeuge mit 20 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Werne sowie jeweils ein Rettungswagen aus Werne und Lünen, ein Notarzt aus Werne, der Rettungshubschrauber Christoph 8 aus Lünen, die Polizei aus Werne sowie ein Abschleppunternehmen. Nachdem die Einsatzstelle gesäubert war, konnte diese gegen 10 Uhr an die Polizei übergeben werden.

Der Gerätewagen Logistik wurde für den Transport der kontaminierten Einsatzkleidung und Schläuche eingesetzt.

Der Gerätewagen Logistik wurde für den Transport der kontaminierten Einsatzkleidung und Schläuche eingesetzt. © Feuerwehr Werne

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