Essen brennt an, während Bewohner schläft: Feuerwehr in Werne muss Wohnung gewaltsam öffnen

Feuerwehr in Werne

Zu drei Einsätzen wurde die Feuerwehr in Werne am Mittwoch alarmiert. Dabei mussten die Kameraden eine Wohnung gewaltsam öffnen, um eine Person zu retten. Die Wohnung war stark verraucht.

Werne

, 10.06.2021, 14:56 Uhr / Lesedauer: 2 min
Zu gleich drei Einsätzen rückte die Feuerwehr Werne am Mittwoch (9. Juni) aus. Nachdem sie einen Mann aus seiner verrauchten Wohnung retten mussten, musste dieser leicht verletzt behandelt werden.

Zu gleich drei Einsätzen rückte die Feuerwehr Werne am Mittwoch (9. Juni) aus. Nachdem sie einen Mann aus seiner verrauchten Wohnung retten mussten, musste dieser leicht verletzt behandelt werden. © Feuerwehr Werne

Die Freiwillige Feuerwehr in Werne wurde am Mittwochabend (9. Juni) gleich zu drei Einsätzen gerufen. Zunächst mussten die Kameraden um 18.17 Uhr wegen eines ausgelösten Rauchmelders in die Bahnhofstraße in Werne ausrücken. Nachdem die Einsatzkräfte eintrafen, bemerkten sie einen beißenden beziehungsweise angebrannten Geruch. Zudem sahen sie Rauch, der aus einem Fenster einer Wohnung in der dritten Etage des lang gezogenen Mehrfamilienhauses kam.

„Der Geruch und die Intensität des Rauches deuteten auf angebranntes Essen hin“, erklärte Tobias Tenk, Pressesprecher der Feuerwehr Werne. Daraufhin mussten sich Kameraden über die Tür gewaltsam Zutritt zur Wohnung in der dritten Etage verschaffen, um diese nach Personen durchsuchen zu können.

Wohnung in Bahnhofstraße in Werne stark verraucht

„Die Wohnung war durch angebranntes Essen auf dem Herd stark verraucht. Der Angriffstrupp, der mit schwerem Atemschutz systematisch die Wohnung durchsuchte, konnte eine Person aus der verrauchten Wohnung retten und an den Rettungsdienst übergeben“, teilt Tenk mit. Die Person habe sich etwas zu Essen zubereitet, sei dann aber eingeschlafen, so Tenk weiter.

Im dritten Obergeschoss dieses Mehrfamilienhauses an der Bahnhofstraße wurde eine Person durch die Feuerwehr gerettet. Hier hatte der Bewohner sich zuvor Essen zubereitet und war dann eingeschlafen.

Im dritten Obergeschoss dieses Mehrfamilienhauses an der Bahnhofstraße wurde eine Person durch die Feuerwehr gerettet. Hier hatte der Bewohner sich zuvor Essen zubereitet und war dann eingeschlafen. © Feuerwehr Werne

Nachdem die Wohnung durchsucht und keine weiteren Personen gefunden wurden, konnte das Brandgut aus der Küche entfernt werden. Im Anschluss der ersten Maßnahmen lüfteten die Einsatzkräfte mit einem Hochdrucklüfter die Räume. Ebenfalls wurde die Drehleiter in Stellung gebracht. Um 19 Uhr war für die 17 freiwilligen Einsatzkräfte mit vier Fahrzeugen Einsatzende. An diesem Einsatz beteiligt waren der Rettungsdienst aus Kamen sowie die Polizei aus Werne.

Tragehilfe und Fehlalarm im Wahrbrink

Kurz darauf gab es gegen 20.30 Uhr die nächste Alarmierung für den Löschzug 1 Stadtmitte. Die Kameraden rückten zur Unterstützung des Rettungsdienstes für eine „Tragehilfe“ in die Straße Thünen aus. Der Patient wurde von sechs Kameradinnen und Kameraden durch das enge Treppenhaus bis zur Trage des Rettungsdienstes getragen.

In der Nacht zu Donnerstag (10. Juni) musste die Feuerwehr erneut ausrücken. Der Löschzug 1 Stadtmitte sowie die Löschgruppe 2 aus Langern wurden um 0.52 Uhr zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage in einem Lager- und Logistikkomplex im Wahrbrink gerufen. Der Auslösebereich wurde von einem Trupp unter Atemschutz begangen und kontrolliert.

Es konnte kein Feuer oder Rauch festgestellt werden, teilt die Feuerwehr mit. „Es war ein Fehlalarm“, erklärt Tenk. Im Einsatz waren 3 Fahrzeuge mit 16 Einsatzkräften. Gegen 1.25 Uhr konnte der Kreisrettungsleitstelle in Unna Einsatzende gemeldet werden. Am Einsatz beteiligt waren zudem der Rettungsdienst sowie die Polizei aus Werne.

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