Feuerwehr in Werne wird zu Kaminbrand an Selmer Landstraße alarmiert

Feuerwehreinsatz

Zu einem Kaminbrand musste die Freiwillige Feuerwehr in Werne am Donnerstagabend ausrücken. Bewohner hatten Funken aus einem Kamin an der Selmer Landstraße gesehen. Doch es gab schnell Entwarnung.

Werne

, 15.05.2020, 10:45 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Feuerwehr war mit fünf Fahrzeugen und 17 Einsatzkräften in der Selmer Landstraße. Dort hatten Bewohner am Donnerstagabend Funken aus einem Kamin schlagen sehen.

Die Feuerwehr war mit fünf Fahrzeugen und 17 Einsatzkräften in der Selmer Landstraße. Dort hatten Bewohner am Donnerstagabend Funken aus einem Kamin schlagen sehen. © Freiwillige Feuerwehr Werne

Zu einem kurzen Einsatz rückte der Löschzug 1 der Freiwilligen Feuerwehr Werne am Donnerstagabend, 14. Mai, in die Selmer Landstraße aus. Um 21.36 Uhr alarmierten Bewohner die Feuerwehr, weil sie Funken aus einem Kamin schlagen gesehen hatten.

Der Einsatzleiter, als Schornsteinfeger-Meister vom Fach, erkundete die Situation, konnte aber schnell Entwarnung geben, teilt die Feuerwehr am Freitagmorgen, 15. Mai, mit. Ein Kaminofen war zwar in Betrieb, aber Ruß verbrannte nicht im Schornstein. Nach wenigen Minuten konnten die 17 Einsatzkräfte der Feuerwehr mit den fünf Fahrzeugen wieder abrücken. Im Einsatz waren zudem der Rettungsdienst Werne sowie die Polizei.

Kamin- oder Schornsteinbrände sind selten

Kamin- oder besser Schornsteinbrände sind aufgrund der Arbeit der üblicherweise Glück-bringenden Schornsteinfeger heute eher selten geworden. Die regelmäßige Schornsteinreinigung bewirkt, dass sich Ruß nicht in größeren Mengen ablagern und entzünden kann, erklärt Dr. Bodo Bernsdorf, Pressesprecher der Feuerwehr.

Demnach gibt es Ruß in Schornsteinen in unterschiedlichen Ausprägungen. Namen wie Schmierruß, Glanzruß, Hartruß, Flockenruß zeigen schon, dass es eine Wissenschaft ist und zudem vom Brennmaterial abhängt, welcher Ruß sich wie in einem Schornstein ablagert.

Behandeltes oder nasses Holz gefährlich für Kaminöfen

Bernsdorf erläutert weiter: Gemeinsam haben sie alle, dass es unvollständig verbrannte Rückstände sind, die sich jederzeit wieder entzünden können. Sehr oft werden Schornsteinbrände verursacht, wenn die Betreiber von Kaminöfen ungeeignete Brennmaterialien verwenden.

Behandeltes oder nasses, nicht ausreichend abgelagertes Holz können Ursachen für Schornsteinbrände sein. Denn diese Brennmaterialien lagern Ruß zwischen den Kehrzyklen der Schornsteinfeger viel schneller und in größeren Mengen ab, als geeignete Brennmaterialien.

Bewohner an Selmer Landstraße haben richtig reagiert

Die eigentliche Gefahr ist die Hitzeentwicklung im Schornstein. Dieser wird durch das Wohnhaus geführt. Die Kontaktflächen können extrem heiß werden. Tapeten oder angestellte Möbel können sich dann entzünden und in Brand geraten.

Beim Verdacht auf einen Schornsteinbrand ist es daher in jedem Fall angeraten, die Feuerwehr frühzeitig zu alarmieren. Selbst wenn die Kontrolle ergibt, dass keine Gefahr besteht: Man ist auf der sicheren Seite. Die Bewohner in der Selmer Landstraße haben also richtig reagiert.

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