Mann fährt bei Rot: Schwangere (26) aus Lünen liegt im umgekippten Pkw

Verkehrsunfall

Nach einem Verkehrsunfall am Dienstagabend musste die Feuerwehr ein Opfer besonders vorsichtig aus einem umgekippten Fahrzeug retten. Es handelte sich um eine schwangere Frau aus Lünen.

Werne, Lünen

, 31.07.2019, 09:34 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mann fährt bei Rot: Schwangere (26) aus Lünen liegt im umgekippten Pkw

Bei dem Zusammenstoß zweier Fahrzeuge an der Kreuzung Höhe Maria Frieden wurden zwei Personen verletzt. © Freiwillige Feuerwehr Werne

Dienstagabend, 30. Juli 2019, um 20.03 Uhr wurde der Löschzug 1 der Freiwilligen Feuerwehr Werne zu einem schweren Verkehrsunfall auf die Kreuzung Ovelgönne/Goetheweg alarmiert. Zwei Pkw waren im Kreuzungsbereich bei Maria Frieden kollidiert.

Beteiligt waren ein 56-jähriger Selmer sowie eine 26-jährige Lünerin. Unfallursache ist laut Polizeibericht, dass der Selmer nicht auf das Rotlicht der Ampel geachtet hat und geradeaus über die Kreuzung weiterfuhr. Dort krachte er in den Pkw der 26-Jährigen.

„Es sind Rettungssanitäter oder Notärzte vor Ort, die genau wissen, wie sie mit einem schwangeren Unfallopfer umgehen müssen.“
Feuerwehrchef Thomas Temmann

Wagen drehte sich auf die Seite

Die Wucht des Aufpralls drehte ihren Wagen auf die Seite. Die Fahrerin wurde eingeschlossen. Der zweite Wagen stand auf der Kreuzung. Aufgrund des Einsatzstichwortes, nämlich „Person klemmt, zwei Pkw und Pkw auf Seite“, wurde ein weiterer Notarzt durch den Rettungshubschrauber Christoph 8 aus Lünen eingeflogen.

Die Fahrerin des auf der Seite liegenden Fahrzeugs musste patientenschonend gerettet werden. Es stellte sich heraus, dass die Frau schwanger ist.

Schwangere war zum Glück nicht richtig eingeklemmt

Glücklicherweise war sie nicht eingeklemmt, musste jedoch besonders schonend geborgen werden. Hierzu wurde hydraulisches Rettungsgerät eingesetzt und die Patientin mittels sogenanntem Spineboard stabil aus dem Fahrzeug gerettet.

Der Rettungshubschrauber flog die Patientin in eine Dortmunder Klinik. Der verletzte Fahrer des grauen Pkw wurde mittels Rettungswagen in ein Krankenhaus nach Lünen gebracht. Für die Zeit der Rettungsarbeiten war die Kreuzung Ovelgönne / Goetheweg in Werne bis gegen 21.30 Uhr voll gesperrt.

Mann fährt bei Rot: Schwangere (26) aus Lünen liegt im umgekippten Pkw

Die Kreuzung Ovelgönne/Goetheweg war am Dienstagabend für eineinhalb Stunden bis etwa 21.30 Uhr gesperrt. © Freiwillige Feuerwehr Werne

„In der Regel sind Rettungssanitäter oder Notärzte vor Ort, die genau wissen, wie sie mit einem schwangeren Unfallopfer umgehen müssen“, sagt Feuerwehrchef Thomas Temmann auf die Frage der Redaktion, ob bei Schwangeren besondere Rettungsmaßnahmen greifen.

Natürlich achte man, so Temmann, bei Schwangeren auf eine besonders schonende Befreiung aus einem havarierten Fahrzeug. „Aber das gilt zum Beispiel auch bei Rückenverletzungen.“ Im Unterschied zu früher, als man die Opfer möglichst schnell bergen wollte, „ist man heutzutage generell vorsichtiger“, so der Feuerwehrchef.

Leben der werdenden Mutter steht im Vordergrund

Notfallsanitäter Thomas Dißel vom Rettungsdienst Werne bestätigt das: „Das wird grundsätzlich schonend gemacht.“ Allerdings würden bei Gefahr für die werdende Mutter auch Medikamente gegeben, die Leben retten können, unabhängig von ihrem Zustand.

Wie genau der Zustand von Mutter und Ungeborenem einen Tag später ist, war nicht genau zu erfahren. Polizeisprecherin Vera Howanietz sagt auf Anfrage: „Uns ist nur bekannt, dass keine Lebensgefahr besteht.“

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