Firmen mischen Altkleidersammlung in Werne auf

Unterschiedliche Container

Sie sind schmuddelig und mit Graffiti besprüht, die Altkleidercontainer an den Unterführungen an der Selmer- und der Berliner Straße in Werne. Es handelt sich bei diesen Exemplaren um kommerzielle Container: Wer seine Kleidung für wohltätige Zwecke spenden möchte, sollte diese lieber woanders einwerfen.

WERNE

, 21.12.2016, 17:02 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schmuddelige, besprühte Container, wie hier an der Selmer Straße, sehen nicht gerade vertrauenerweckend aus. Foto Niehaus

Schmuddelige, besprühte Container, wie hier an der Selmer Straße, sehen nicht gerade vertrauenerweckend aus. Foto Niehaus

„Gebrauchte Bekleidung und Schuhe“ steht auf einem der genannten Container, auf dem anderen ist vor lauter Farbschmierereien gar nichts zu erkennen. Mit einem guten Zweck haben diese Container nichts zu tun. Alternativen gibt es in Werne aber zuhauf.

Kommerzielle Sammler wollen den Rahm abschöpfen

Denn in Werne sammelt die Gesellschaft für Wertstoff- und Abfallwirtschaft (GWA) des Kreises Unna im Schulterschluss mit Wohlfahrtsverbänden wie AWO oder Diakonie. Die Erlöse aus dem Verkauf der in den grünen GWA-Containern gesammelten Kleidungsstücke „gehen nach Abzug der Aufwandskosten an die beteiligten Verbände“, sagt GWA-Sprecher Kai-Uwe Schneider. Etwa 30 Container betreut die GWA in Werne.

Die kommerziellen Sammler versuchen, in diesem Geschäft den Rahm abzuschöpfen. „Illegale Container in dem Sinne sind das nicht. Jeder kann das machen wie er will“, sagt Christoph Böckenbrink, Vorsitzender der Kolpingsfamilie, die seit Jahren Altkleidung für den guten Zweck sammelt.

Schon von außen erkennbar

„Ich zähle die nicht, keiner weiß genau, wo die herkommen. Vielen ist nicht bewusst, dass das professionelle Sammler sind“, sagt Böckenbrink. Erkennen könne man solche Container allein schon am Äußeren. „Oft steht da keine Rufnummer drauf, oder einfach irgendeine Handynummer.“ Da solle man skeptisch sein. Das sagt auch GWA-Mann Schneider. Doch wenn die Kommerz-Sammler ihre Kisten im Einverständnis mit dem Grundstückseigentümer aufgestellt hätten, könne man nichts tun.

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