Generationenwechsel in der Freilichtbühne Werne: Ehepaar Zurstraßen tritt kürzer

Freilichtbühne in Werne

Generationenwechsel im Vorstand der Freilichtbühne Werne: Die langjährigen Mitglieder Karin und Marin Zurstraßen stellten sich nicht wieder zur Wahl. Stattdessen übernehmen Jüngere. Und die haben konkrete Pläne.

Werne

, 18.09.2021, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der neue Vorstand der Freilichtbühne (v.l.): Christoph Bergmann (1. Vorsitzender), Marvin Müller (Beisitzer), Johannes Schwarze (Jugendvertretung), Simone Littau (2. Kassiererin), Ulrike Maß (1. Kassiererin), Holger Schulte (2. Geschäftsführer), Desiree Dithmer (1. Geschäftsführerin), Marius Przybilla (2. Vorsitzender).
Es fehlen auf dem Foto: Sophie Wesselmann (Jugendvertretung) und Gunar Krause (Schriftführer)

Der neue Vorstand der Freilichtbühne (v.l.): Christoph Bergmann (1. Vorsitzender), Marvin Müller (Beisitzer), Johannes Schwarze (Jugendvertretung), Simone Littau (2. Kassiererin), Ulrike Maß (1. Kassiererin), Holger Schulte (2. Geschäftsführer), Desiree Dithmer (1. Geschäftsführerin), Marius Przybilla (2. Vorsitzender). Es fehlen auf dem Foto: Sophie Wesselmann (Jugendvertretung) und Gunar Krause (Schriftführer). © Freilichtbühne

Eine erneut schwierige Saison liegt hinter den Mitgliedern der Freilichtbühne Werne. Die Corona-Krise hat im zweiten Jahr hintereinander dafür gesorgt, dass die ehrenamtlichen Schauspielerinnen und Schauspieler kein großes, eigenes Stück auf die Bühne bringen konnten. Einzig die Vorstellungen des Krimis „Und dann gab‘s keines mehr“ mit zehn Schauspielern soll noch ab Ende Oktober stattfinden.

Nachdem Vorsitzender Christoph Bergmann gemeinsam mit den Mitgliedern bei der Jahreshauptversammlung in der Aula des St-Christophorus-Gymnasiums einen traurigen Rückblick auf die vergangene Saison geworfen hatte, gab es eine weitere traurige Nachricht, wie Pressesprecher Maximilian Falkenberg mitteilte.

Neuer Vorstand für Freilichtbühne in Werne

Jahrzehntelang haben sich Karin und Martin Zurstraßen im Vorstand der Freilichtbühne Werne engagiert. Nun möchte das Ehepaar kürzer treten. Karin Zurstraßen kündigte an, dass sie und ihr Mann nicht mehr zur Wahl in den Vorstand antreten würden. „Dieser Schritt fällt uns wirklich nicht leicht, aber es ist Zeit, das Heft an Jüngere weiterzugeben“, erklärte Zurstraßen diese Entscheidung.

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Und die Jüngeren bekamen beim nächsten Tagesordnungspunkt auch direkt das Wort. So stellten Marius Przybilla und Desiree Dithmer ein Fünf-Jahres-Konzept vor, in dem detailliert beschrieben wird, wohin sich die Bühne entwickeln kann. So ging es um die Schulung der Mitglieder, Aufgaben-Verteilungen des Vorstandes, aber auch um zukunftsweisende Schritte.

Dazu zähle eine feste Struktur in den Stücken. „Wir möchten den Zuschauern eine Sicherheit geben, dass wir jede Saison aus drei gleichen Kategorien ein Stück anbieten“, verkündete Przybilla „Es soll jedes Jahr ein Kinderstück, ein Unterhaltungsstück (beispielsweise ein Musical) und ein reines Erwachsenentheater, wie beispielsweise einen Krimi, geben. So haben nicht nur unsere Mitglieder, sondern auch die Zuschauer Planungssicherheit“, ergänzte Dithmer.

Marius Przybilla folgt auf Martin Zurstraßen

Als nächstes standen die Wahlen auf der Tagesordnung, bei der unter anderem die Nachfolger von Karin und Martin Zurstraßen gewählt wurden. Bevor es hierzu kam, wurden den beiden aber noch Abschiedspräsente vom Vorstand der Freilichtbühne überreicht, „unter minutenlangem Applaus und stehenden Ovationen der anwesenden Mitglieder“, teilte Pressesprecher Maximilian Falkenberg mit.

Bei den nachfolgenden Neuwahlen wurde dann Marius Przybilla zum 2. Vorsitzenden und Nachfolger von Martin Zurstraßen gewählt. Zur neuen 1. Geschäftsführerin wurde Desiree Dithmer gewählt. Wiedergewählt wurde Simone Littau als 2. Kassiererin.

Karin Zurstraßen, hier auf einem Archivbild mit Gunar Krause und Christoph Bergmann, zu sehen, kündigte an, dass sie und ihr Mann Martin kürzer treten werden.

Karin Zurstraßen, hier auf einem Archivbild mit Gunar Krause und Christoph Bergmann, zu sehen, kündigte an, dass sie und ihr Mann Martin kürzer treten werden. © Karolin Mersch (A)

Zum Schluss verwies der Vorsitzende Christoph Bergmann noch einmal auf die kommenden Veranstaltungen des Krimis „Und dann gab’s keines mehr“, die ab Ende Oktober in der Freilichtbühne Werne geplant sind. Sie bilden den Abschluss einer Saison, in der nur das Straßenfestival und einige Zeugnisübergaben in der Bühne stattfinden konnten.

Im kommenden Jahr planen die Mitglieder der Freilichtbühne dann drei Stücke - allesamt Premieren - auf die Bühne zu bringen. „Nach dem aktuellen Stand gehen wir davon aus, dass wir die kommende Saison wieder im Sommer normal spielen können“, sagte Christoph Bergmann. Die Verantwortlichen haben sich entschieden für „Die Abenteuer von Peterson und Findus“ als Kinderstück, als Unterhaltungsstück „Schlager, Stars und deutsche Welle“ und „Der Name der Rose“ als Erwachsenenstück.

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