AFG Werne

Friedensmarsch eines Werner Gymnasiums zum Europatag

Die AFG-Schulgemeinde nutzte den Europatag, um Brücken zu anderen Kulturen zu bauen. Und das nicht nur im übertragenen Sinne, sondern auch buchstäblich. Außerdem gab‘s einen Friedensmarsch.
Schüler am jüdischen Friedhof in Werne.
Eine Station des AFG-Friedensmarsches war der jüdische Friedhof an der Südmauer. © AFG / Patrick Kaschuba

Das Anne-Frank-Gymnasium beging am Freitag, 17. Juni 2022, mit der gesamten Schulgemeinde den Europatag. Erstmalig fand dieser Tag seit Ausbruch der Pandemie wieder in Präsenz statt. Ein besonderes Highlight war der „Friedensmarsch“, der als Umzug der gesamten Schule quer durch die Stadt Werne stattfand. Das Mahnmal am Steintor, der jüdische Friedhof und die

Gedenkstätte Zwangsarbeit Werne gaben als wichtige Gedenkorte die Route der Schulgemeinde vor.

Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen starteten zum Unterrichtsbeginn in allen Jahrgangsstufen unterschiedliche Module und Workshops, die Europa in seinen vielfältigen Facetten beleuchten und vertiefen sollten. Während die Schülerinnen und Schüler der fünften Jahrgangsstufe Grundwissen zu Europa erlangten und einen Schnupperkurs in Russisch absolvierten, arbeiteten die sechsten Klassen an einem Projekt zum Film „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“.

Internationales Büfett an einem Gymnasium in Werne.
Spezialitäten aus Europa und der ganzen Welt bot ein Büfett anlässlich des Europatages am AFG. © AFG / Patrick Kaschuba

Die Stufe 7 erstellte digitale Spiele und der Jahrgang 8 starte mit einem virtuellen

Quizduell und vertiefte sein Wissen mithilfe der Publikation: Entdecke Europa! Die neunten Klassen bauten „Brücken“ – und zwar wortwörtlich. Als Physikprojekt konstruierten sie Brücken aus unterschiedlichen Materialien und in unterschiedlichen Baustilen, recherchierten zu länder-verbindenden Brücken in Europa und bereiteten dazu Vorträge vor.

In der Oberstufe gab es ein buntes Angebot, aus dem Schülerinnen und Schüler wählen konnten: Die Alumni Sören Pollmann und Daniela Wenge informierten vor Ort über ihr Auslandsstudium in Finnland, Wales und Dänemark bzw. schalteten sich live per Videokonferenz aus Boston zu und gaben aufschlussreich Auskunft über ihren internationalen Werdegang.

Schüler Jonah Hülk referierte gleich doppelt: einerseits als einer von 14 Teilnehmern des neuen Europa-Projektkurses von Erdkundelehrer Marius Gregg und als Gastschüler in Irland. Englischlehrerin Kaja Bork informierte über ihre Erfahrungen beim Work and Travel in Australien und weckte in vielen die Reiselust.

Schüler bei einem Friedensmarsch durch Werne.
Besonderer Höhepunkt des Europatages am AFG war der „Friedensmarsch“ durch Werne. © AFG / Patrick Kaschuba

An anderer Stelle wurde eifrig Ukrainisch oder Italienisch gelernt. Eva Garcke und Nidal Rashow, Referenten des Kolpingwerks, informierten in Schulungen über

den Umgang mit Vorbehalten und über gesellschaftliche Teilhabe, ein Referent der University of Twente in Enschede informierte über die Möglichkeiten eines Studiums in den Niederlanden und Bildungsreferentin Vanessa Schmolke informierte über die Arbeit des Volksbund für deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Nach dem Friedensmarsch, der neben den Schülerinnen und Schülern von engagierten Eltern und unermüdlich aktiven Mitgliedern der Organisation Herzblut sowie von der Lehrerschaft des AFG unterstützt wurde, erwartete die ermüdete Schulgemeinde ein von der Schülerschaft vorbereitetes köstliches internationales Buffet, an dem man sich gegen Spenden stärken konnte.

Ein emsig arbeitendes Helferteam von EF Schülerinnen und Schülern um Jan Weseloh freute sich über jedes Klingeln in den Spendenboxen, soll der Gewinn doch zu gleichen Teilen in Medikamente für eine Kinderstation eines ukrainischen Krankenhauses und das Auffanglager in der polnischen Partnerstadt Walcz fließen.

Eine zweite Arbeitsphase rundete den Tag ab. Am Ende des Tages waren sich die Akteure einig: eine rundum gelungener Tag.

Durchblick am Mittwoch​

Ob Corona, politische Ereignisse oder aktuelle Krisen. Ulrich Breulmann beleuchtet für Sie immer mittwochs die Nachrichten der Woche. Damit Sie den Durchblick behalten.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.