Künftig wird es wieder Bauarbeiten an der neu errichteten Wiehagenschule in Werne geben. Denn weil im kommenden Jahr fünf erste Klassen hier beginnen, gibt es neuen, räumlichen Bedarf. © Andrea Wellerdiek (A)
Schulen in Werne

Fünf Eingangsklassen und Erweiterung der Wiehagenschule in Werne beschlossen

Aufgrund steigender Schülerzahlen wird die Wiehagenschule zum Start des Schuljahres 2022/23 mit fünf statt vier Eingangsklassen starten. Dafür muss die Schule erweitert werden, wie die Politik nun beschlossen hat.

Deutlich mehr Schülerzahlen sorgen dafür, dass die Wiehagenschule in Werne ab dem Schuljahr 2022/23 mit einer weiteren Eingangsklasse startet. Die i-Dötzchen verteilen sich dann, statt auf vier, auf insgesamt fünf Klassen. Dass die Wiehagenschule mit einem zusätzlichen Zug beginnt, war im Prinzip alternativlos, wie aus dem Ausschuss für Schule und Sport am Donnerstag (11. November) hervorgeht.

Zur Diskussion stand demnach auch, eine neue Zweigstelle einer bestehenden Schule einzurichten oder gar eine neue Grundschule zu schaffen. Das aber sei nicht nur mit einem großen organisatorischen Aufwand verbunden, sondern könnte auch für eine Anspannung in der gesamten Schule, Elternschaft und Schullandschaft sorgen, erklärte Bettina Riskop aus der Schulaufsicht des Kreises Unna.

Auch gegen eine Erweiterung der Uhland- oder Kardinal-von-Galen-Schule habe man sich unter anderem aus personellen oder räumlichen Gründen entschieden. So blieb es bei der favorisierten Wahl, die Wiehagenschule zu erweitern. „Das ist die beste Lösung, die den Zahlen und dem aktuellen Stand entspricht“, ergänzte Riskop. Die Politik folgte dieser Empfehlung und votierte einstimmig für den Beschlussvorschlag.

Neue Räume für die OGS der Wiehagenschule

Das bedeutet für den neuen Standort an der Stockumer Straße aber auch gewisse Umbaumaßnahmen. Der neue, fünfte Zug soll demnach ins Erdgeschoss ziehen, wie Jugenddezernent Dirk Mahltig erklärte. Und zwar in die Räume der OGS (Offene Ganztagsschule), für die generell eine steigende Nachfrage in den kommenden Jahr prognostiziert wird. „Dafür soll auf dem Gelände der Wiehagenschule ein Baukörper für die OGS entstehen“, so Mahltig weiter.

Eine Aussage über die Höhe der Kosten wird nach der Prüfung des Kommunalbetriebs erfolgen. Grundlage für die Planung und die nun vorgesehene Fünfzügigkeit an der Wiehagenschule ist die Analyse eines externen Gutachters. Georg Heller aus dem Büro Gebit Münster prognostiziert in seinem Schulentwicklungsplan die voraussichtlichen Schülerzahlen bis zum Schuljahr 2026/27.

Irritationen gab es dabei um die Zahl an voraussichtlichen Erstklässlern an der Wiehagenschule zum Schulbeginn 2026/27. Nach Rückfrage von Uta Leisentritt (CDU) erklärte Dirk Mahltig daraufhin, dass nach einer Steigerung ab dem Jahr 2026/27 mit weniger Schülerinnen und Schülern zu rechnen ist. Er bezieht sich damit auf das Gutachten, in dem die Experten einen Einbruch bei den Geburtenzahlen im Bemessungszeitraum von Anfang Oktober 2019 bis Ende September 2020 verzeichnen.

„Das soll ein geburtenschwacher Jahrgang sein – auch mit Blick auf Corona?“, hakte Leisentritt nach. „Wir müssen uns auf das Gutachten verlassen“, erklärte Kathrin Kötter, Schulamtsleiterin der Stadt Werne. Und demnach geht man heute von etwa 65 Schülerinnen und Schülern in den Eingangsklassen ab 2026/27 aus. Dann könnte es an der Wiehagenschule drei statt fünf erste Klassen geben.

Grundlage des Schulentwicklungsplanes sind die Geburtenzahlen mit Stichtag 30. September 2020, die voraussichtlich im Schuljahr 2026/27 eingeschult werden. Spätere Zu- und Wegzüge wurden nicht berücksichtigt. Bis dahin entstandene neue Baugebiete wurden in die Analyse aufgenommen. Dabei bedeutet das nicht gleichzeitig ein Zuzug von Eltern mit Kindern, die in den kommenden Jahren eingeschult werden.

Es könnten sich daraus auch Umzüge innerhalb der Stadt ergeben. Somit kann ein Kind, das mit seinen Eltern in ein Neubaugebiet zieht, nun in den Einzugsbereich einer anderen Schule wechseln, heißt es in dem Schulentwicklungsplan. Dennoch deuten die neuen Wohneinheiten langfristig auf weiteren Zuzug und Bevölkerungsanstieg hin.

Über die Autorin
Redaktion Werne
Studium der Sportwissenschaft. Nach dem Volontariat bei Lensing Media zunächst verantwortlich für die digitale Sonntagszeitung, nun in der Lokalredaktion Werne der Ruhr Nachrichten.
Zur Autorenseite
Andrea Wellerdiek

Corona-Newsletter

Alle wichtigen Informationen, die Sie zum Leben in der Corona-Pandemie benötigen, sammeln wir für Sie im kostenlosen Corona-Newsletter. Jetzt abonnieren!

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.