Für "Alpha-Haus" kommt "Wohnanlage Beethovenstraße"

20.07.2007, 18:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Werne Das so genannte Alpha-Haus am Kurt-Schumacher-Platz fällt dem Abbruchbagger zum Opfer, an der selben Stelle soll im kommenden Monat der erste Spatenstich für die "Wohnanlage Beethovenstraße" erfolgen.

"Nach zähem Ringen mit Nachbarn und Stadtverwaltung kann es endlich losgehen", erklärte Architekt Heinz Schlierkamp; gestern habe das Bauordnungsamt mündlich "grünes Licht" erteilt, die schriftliche Baugenehmigung sei für Montag fest zugesagt.

Nicht ganz ohne Bedauern lässt der Eigentümer der Immobilie, Holger Daumer, das erst etwa 20 Jahre alte Alpha-Haus abreißen, in dem einst u.a. eine Außenstelle der Stadtverwaltung und die VHS ihr Domizil hatten.

Versuche gescheitert

Allerdings sieht er keine andere Möglichkeit: Alle Versuche in den vergangenen Jahren, die Räume wieder gewerblich zu vermarkten und/oder das Gebäude mit verschiedenen Plänen für Modernisierungs- und Umbaumaßnahmen "an den Mann" zu bringen, waren gescheitert.

Der Neubau, so Schlierkamp und Daumer, stoße dagegen auf großes Interesse. Knapp die Hälfte der 19 Eigentumswohnungen mit Größen zwischen 75 und 135 Quadratmetern sei bereits vergeben. "Wenn die Quote noch etwas besser wird, dann ist Baustart", kündigt Daumer an; er ist sicher, dass dies im August der Fall sein wird. Deshalb laufen derzeit auch schon die Auftragsvergaben.

Lage optimal

Dass die Vermarktung über die Sparkassen-Tochter S-Finanzdienste so gut angelaufen ist, führen Schlierkamp und Daumer auf mehrere Faktoren zurück: Erstens hafte dem nunmehr reinen Neubau-Projekt nicht mehr der Makel des Altbaus an, zweitens sei die Lage des Objektes optimal - nur wenige Schritte von der historischen Innenstadt entfernt, ebenso kurze Wege zum Natur-Solebad und Stadtpark.

Und schließlich, so Heinz Schlierkamp, sei die Architektur reizvoll, "nämlich gleichzeitig behaglich und modern".

Das zwei- bis dreigeschossige Haus wird mit Putz und Klinker versehen. Alle Wohnungen sollen hochwertig ausgestattet werden. Durch Barrierefreiheit und Aufzug sollen sie auch für ältere und behinderte Menschen geeignet sein. zi-

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