Für mehr Mitbestimmung und bessere Bedingungen

Bildungsstreik

WERNE In den Streik sind am Montag einige Schüler der beiden Werner Gymnasien getreten –zumindest bildlich: Die „Projektgruppe Bildungsstreik“ hatte die Schüler aufgerufen, sich im Rahmen der gleichnamigen bundesweiten Aktion zu beteiligen und für mehr Mitbestimmungsrechte und bessere Unterrichtsbedingungen zu demonstrieren.

von Von Daniel Claeßen

, 15.06.2009, 16:16 Uhr / Lesedauer: 1 min
Für mehr Mitbestimmung und bessere Bedingungen

Schüler von Christophorus- und Anne-Frank-Gymnasium streiken für mehr Mitbestimmung.

„Die Zustände in unserem Schulsystem sind nicht länger hinnehmbar“, erklärt Felix Blind. „Die Klassen sind überfüllt, Stress und Leistungsdruck steigen stetig an, es hagelt ungerechte Kopfnoten.“ Und am Christophorus-Gymnasium sei die Situation noch verschärfter: „Innovativer Unterricht ist ein Fremdwort.“ Auch am Anne-Frank-Gymnasium hat sich die Politik-AG dem Streik angeschlossen. „Wir finden es wichtig, dass hier mal etwas getan wird“, sagt Hannes Bartsch, Schüler des AFG. „Die Lehrer entscheiden über unsere Köpfe hinweg, die Schüler sind nicht eingebunden.“ Als Beispiele führen die Schüler den Bau der Mensa oder die Ziele von Klassenfahrten an: „Wir werden nie gefragt.“

Bei allem Groll der Schüler legt die Projektgruppe Bildungsstreik Wert darauf, dass man das Gespräch suche: „Wir wollen kooperativ arbeiten.“ Enttäuscht sei man laut Blind von der Stadtschülervertretung: „Es gibt sie zwar, aber sie ist nicht aktiv.“ Deshalb wolle man auf diesem Wege nun die Lehrer und Entscheidungsgremien erreichen. Nur: Bisher sind den Lehrerkollegien keine Gesprächsangebote bekannt. „Ich habe durch eine Mail aus dem Ministerium von diesem Streik erfahren“, erklärte der stellvertretende Schulleiter des Christophorus-Gymnasiums, Hans-Günther Bomholt. „Und zuvor hat es keinerlei Anfragen oder Gesprächsangebote gegeben.“ Den Streik nehmen die Lehrer zur Kenntnis. „Aber Einfluss auf unseren Schulalltag hat er nicht.“

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