Fußgänger klagen über Winterdienst des Bauhofs

WERNE Bereits um 4 Uhr in der Früh waren die Männer vom Bauhof unterwegs, um die Straßen vom Schnee zu befreien. Und doch hat es nach Meinung vieler Bürger nicht gereicht.

von Von Daniel Claeßen

, 12.01.2009, 18:16 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Winterdienst hat alle Hände voll zu tun.

Der Winterdienst hat alle Hände voll zu tun.

Der einen Freud, der anderen Leid: Während die dicke Schneedecke gepaart mit frostigen Minusgraden in den vergangenen Tagen auf Hügeln und Seen mehrheitlich für Kinderlachen sorgte, ärgerte sich so mancher Fußgänger in der Innenstadt.

Glatte Bürgersteige und eine kaum geräumte Fußgängerzone waren die Hauptkritikpunkte vieler Besucher in der RN-Geschäftsstelle am Markt. Der Bauhof, so lautete der Tenor, würde seine Arbeit nur unzureichend erledigen.Zweimal täglich Fußgängerzone geräumt

Dem widerspricht Bauhofleiter Jürgen Hetberg energisch: "Wir waren zweimal täglich in der Fußgängerzone und haben einen Gehstreifen freigeräumt", nimmt der Chef seine Männer in Schutz. An Markttagen habe man zwei Lkw-Ladungen Schnee aus der Innenstadt transportiert, "damit die Veranstaltung stattfinden konnte". Und während beispielsweise der Kreis Unna erst um sieben Uhr morgens mit der Räumung von Kreisstraßen und Radwegen begonnen hätte, sei der Werner Baufhof bereits seit vier Uhr auf den Beinen gewesen. Wo keine Räumung stattfindet, ist der Bürger in der Pflicht "Mehr war bei dieser Witterung wirklich nicht drin." Daran ändere auch die Tatsache nichts, dass früher mehr Männer im Einsatz gewesen seien: "Dafür haben wir heute mehr Maschinen. Nur: Wenn das Salz bei minus 15 Grad nicht packt, ist es egal, ob wir mit sieben oder mit siebzig Männern streuen."

Bei ihrer Arbeit folge der Bauhof einem genauen Streuplan. "Dort, wo keine Räumung stattfindet, sind die Bürger verpflichtet, neben den Gehsteigen auch die Straße bis zur Fahrbahnmitte zu räumen", so Hetberg.

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