Gedenkfeier für Opfer von Kriegen und Gewalt

WERNE Friede ist ein kulturübergreifender, Völker verbindender Wert. Welch hohen Stellenwert ihm die Menschen auch in dieser Stadt einräumen, bringen Gedenktage wie der Volkstrauertag zu Ausdruck. Am Sonntag begann die große Feierstunde auf dem Marktplatz. Dort hatten sich Vertreter von Parteien, Vereinen und Bürger versammelt.

von Von Michael Lunemann

, 16.11.2008, 16:47 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Reservistenkameradschaft auf dem Weg in den Steintorpark, wo sie einen Kranz niederlegte.

Die Reservistenkameradschaft auf dem Weg in den Steintorpark, wo sie einen Kranz niederlegte.

"Wir gedenken all der Menschen, die Kriegen und Gewaltherrschaft zum Opfer fielen", sagte der stellvertretende Bürgermeister Benedikt Striepens während der zentralen Gedenkfeier auf dem Marktplatz: Millionen von Brüdern und Schwestern, Söhnen und Töchtern, Ehemänner und Ehefrauen, Väter und Mütter, die Opfer irgendeines Krieges wurden. "Wir trauern um sie."

Gefahr des Vergessens

Menschen, die abwesend sind, Menschen die ihren Angehörigen und Freunden fehlen, Menschen, die Lücken hinterlassen. Noch lebten andere, die sich ihrer erinnern, Menschen, die das Grauen des Krieges und der damit verbundenen Not erfahren haben. Doch: "Was wäre wenn", stellte Pfarrdechant Klaus-Martin Niesmann die Frage, wenn diese Menschen nicht mehr sind. Wenn die Generation derer, die den Krieg erlebt hat, ausgestorben ist? Es mach sich die Gefahr des Vergessens breit. Denn jüngeren Generationen sei der Krieg nur noch in Filmen und Büchern präsent - und würde damit zu einer "unvorstellbaren Größe."Gefahr des Krieges lauert auch heute noch

Krieg sei ein nicht zu "unterschätzende Gefahr" angesichts von Fanatismus und der Tatsache, wie schnell heute wieder versucht würde, Probleme mit Militäreinsätzen zu lösen. Getreu der bekannten Formel des Worten des preußischen Generals und Militärtheoretikers Carl Philipp Gottlieb von Clausewitz: Krieg sei die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln. Frieden und Freiheit seien Güter, um die immer wieder von neuem gerungen werden müsse, hatte der stellvertretende Bürgermeister Benedikt Striepens zuvor festgestellt. In anderen Regionen der Welt seien Frieden und Freiheit nur eine Hoffnung: "Blutige Auseinandersetzungen und Unterdrückung sind dort Alltag."

Kränze im Steintor-Park niedergelegt

Wie wichtig vielen Menschen diese Werte sind, dokumentierten zahlreiche Vereine, Organisationen und Verbände durch ihre Teilnahme an der zentralen Gedenkfeier auf dem Marktplatz und den anschließenden drei Kranzniederlegungen vor der Pieta im Steintor-Park: Kränze der Stadt Werne, der Schützengilde und der Reservistenkameradschaft Werne.

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