Gefahr auf B54/Münsterstraße: Deswegen ist eine Vollsperrung denkbar

rnB54 in Werne

Wer auf der B54 Richtung Herbern unterwegs ist, den bremsen an zwei Stellen Tempo 50-Schilder ab. Der Grund ist nicht ganz ungefährlich. Möglicherweise kommt es zur Vollsperrung.

Werne, Herbern

, 15.10.2019, 09:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auto-, Lkw- und Motorradfahrer, die häufiger auf der B54/Münsterstraße Richtung Herbern unterwegs sind, haben es mitbekommen: An zwei Stellen bremsen Tempo 50-Schilder den Verkehrsfluss ab. Grund sind Absenkungen der Fahrbahn. Ihre Beseitigung könnte zur Vollsperrung führen.

Die erste Tempo-Begrenzung richtete die Autobahnmeisterei vor einiger Zeit auf der B54 Richtung Herbern kurz hinter dem Kreisverkehr Nordlippestraße in. Oben auf dem Knapp war auf der Fahrspur Richtung Norden großflächig die Oberfläche abgesackt.

Gefahr auf B54/Münsterstraße: Deswegen ist eine Vollsperrung denkbar

An dieser Stelle bremsen die Straßenschäden die Autofahrer von 100 auf 50 km/h herunter. © Jörg Heckenkamp

„Das kann vor allem für Motorradfahrer gefährlich werden“, sagt Frank Hoffmann (53) von der zuständigen Regionalniederlassung Ruhr von Straßen NRW in Bochum. Wenn die Kradfahrer dort zu schnell in die Senke führen, könnten sie am Ende, oben auf dem Knapp, quasi abheben. Hoffmann: „Da mussten wir dann Tempo 50-Schilder aufstellen“. Eigentlich sind dort 70 km/h erlaubt.

Noch drastischer ist die jüngste Reduzierung einige hundert Meter weiter Richtung Herbern. Auch in Höhe der Hausnummer 50 ist die Oberfläche abgesackt. Hier, wo eigentlich Tempo 100 gilt, bremsen ebenfalls 50er-Schilder den Verkehr.

Fahrzeuge federn an der B54 tief ein- und aus

Der Blick auf die beiden Stellen fördert zunächst nicht viel Spektakuläres zu Tage. Man sieht einen sanften Ab- und Aufwärtsschwung und leichte Risse im Asphalt. Das war‘s. Die Gefährlichkeit machen erst Autos oder Motorräder sichtbar, die dort hindurchfahren und tief ein- und ausfedern.

Was ist denn nun die Ursache? Der Bergbau, im Ruhrgebiet für solche Phänomene sonst zuständig, kann es ja nicht sein. „Das wissen wir im Moment noch nicht. Dazu müssen wir erst die Fahrbahn aufmachen“, sagt Frank Hoffmann von Straßen NRW. Erst dann sei auch klar, in welcher Form man den Schaden beheben könne.

Gefahr auf B54/Münsterstraße: Deswegen ist eine Vollsperrung denkbar

Die Fahrzeuge gehen an dieser Stelle mit der Straßendelle deutlich in die Federn. © Jörg Heckenkamp

Davon, und in der Regel von der Fahrbahnbreite, sei dann abhängig, ob man nur eine Spur dicht macht oder eine Vollsperrung nötig sei. „Auch das können wir momentan noch nicht vorhersagen.“

Ähnlich vage ist Prognose über die Dauer der Reparatur an beiden Stellen. „Monate werden wir sicherlich nicht benötigen“, sagt Hoffmann auf eine entsprechende Frage. Wenn alles gut laufe, sei man unter Umständen schon an einem Wochenende fertig.

Straßen NRW will beide Stellen noch dieses Jahr reparieren

Klar ist dagegen, dass der Landesbetrieb Straßen NRW die Reparatur nicht auf die lange Bank schiebt. „Wir haben uns das mit den Experten angeschaut, das kann wirklich gefährlich werden“, sagt Hoffmann und verspricht: „Vielleicht in den nächsten drei/vier Wochen, spätestens vor dem Winter reparieren wir.“

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