Genossenschaft möchte Bürger am Solarpark beteiligen

Energiestadt

Bürger, die in erneuerbare Energien investieren wollen, haben in Werne eine direkte Anlaufadresse am Roggenmarkt 12: "Die Energiegesellschafter" nennt sich eine Genossenschaft mit inzwischen rund 100 Mitstreitern.

WERNE

08.09.2011, 15:03 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die "Energiegenossenschaft" hat mittlerweile mehr als 100 Mitstreiter.

Die "Energiegenossenschaft" hat mittlerweile mehr als 100 Mitstreiter.

Mindestens 100 Euro, maximal 10 000 Euro ist der Anteil, mit dem sich die Energiegesellschafter für ein Ziel engagieren: Sie investieren ausschließlich in Anlagen zur Gewinnung von Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien.

Die Energiegesellschafter eG ist eine eindeutige Mission: "Wir wollen Solar- und Windkraftwerke, Geothermie- sowie Biomasse-Anlagen errichten und betreiben und die gewonnene Energie vermarkten", erklärt Magdalena Schwerhoff, Vorstandsmitglied der Genossenschaft.Solarpotenzial-Kataster für Werne

In Werne noch bekannter ist der Vorstandsvorsitzende Dr.-Ing. Stephan Wilforth. Beruflich hat er mit seinem Unternehmen Tetraeder unter anderem das Werner Solarpotenzial-Kataster ins Netz gebracht.

Als Vorstand der Energiegesellschafter sagt er: "Das Thema erneuerbare Energien hat auch etwas mit Zukunftssicherung zu tun. Unsere Mitglieder übernehmen Verantwortung für eine umweltschonende Energieversorgung. Gleichzeitig machen wir uns Stück für Stück unabhängiger von Energieimporten und regen die eigene Wertschöpfung in unserer Region an."

Bestätigt wird der Ansatz der breiten Bürgerbeteiligung an der Energiewende auch von der heimischen Volksbank: "Wir freuen uns sehr, mit der Bürgerenergiegenossenschaft 'Die Energiegesellschafter' einen Partner gefunden zu haben, der es allen Bürgern erlaubt, sich für den Ausbau erneuerbarer Energien zu engagieren und an der regionalen Wertschöpfung teilzuhaben", sagt Ralf Schotte, Vorstand der Volksbank Kamen-Werne.

Drei Solarstrom-Anlagen haben die Energiegesellschafter seit 2009 bereits im benachbarten Lünen auf einer Reithalle und zwei Hallen von Gewerbebetrieben realisiert. In Werne selbst möchten sie gerne einen Bürger-Solarpark realisieren. Auch dieses Projekt wird im Rahmen der Energiestadt Werne intensiv diskutiert, erklärt Projektleiter Marco Schulze-Beckinghausen: "Bürgerinitiativen für erneuerbare Energien sind bei uns auch an der ersten Adresse."

 

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