Glasfaserausbau: Holthausen schafft die 70 Prozent

Internet in den Werner Außenbezirken

Das war knapp: Nach einer einwöchigen Fristverlängerung hatten sich in Holthausen am Montag nur 63 Prozent der Haushalte für Glasfaser entschieden. Zwei Tage später konnte der Bezirk die 70-Prozent-Marke doch knacken. Das schnelle Internet kommt – wenn möglich noch 2017. Fragen und Antworten zum Glasfaserausbau in den Außenbezirken.

WERNE

, 20.07.2017, 07:54 Uhr / Lesedauer: 1 min
Glasfaserausbau: Holthausen schafft die 70 Prozent

Landwirte in Nordkirchen haben vorgemacht, was in Schmintrup-West, Wessel und Holthausen noch ansteht: Mithilfe von Traktoren haben sie den Breitbandausbau im Mai dieses Jahres vorangetrieben

Wo liegt Holthausen im Endergebnis?

Nach Angaben der Firma Muenet bei 72 Prozent. Die reichen, um den Glasfaser-Ausbau in den nächsten Monaten zu realisieren. Holthausen ist damit eines von aktuell drei sogenannten Werner „Polygonen“, in denen sich genug Haushalte für einen Glasfaseranschluss entschieden haben.

Welche Außenbezirke gibt es außerdem?

Schmintrup-West und Wessel. Wie berichtet, haben auch diese beiden Außenbezirke in Zukunft Zugang zum schnellen Internet. Die Frist für Ehringhausen läuft am 30. Juli ab. Laut Muenet haben sich bis jetzt 26 Prozent der Haushalte für Glasfaser entschieden.

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Was ist mit Stockum, Langern und Horst?

Für Horst und Langern entsteht laut Muenet-Mitarbeiterin Laura Filoda derzeit noch ein Konzept, weil die Kosten hier anders berechnet werden müssen. Eigentlich beruht die Kalkulation auf der Idee, dass Landwirte das Verlegen der Rohre für die Glasfaserkabel selbst übernehmen. Bei Siedlungsgebieten wie in Horst und Langern gestalten sich wegen der Infrastruktur vor allem die Tiefbauarbeiten schwieriger.

Ein weiteres fehlendes „Polygon“ ist, nach Angaben Filodas, der Kiwitzheidweg. In Stockum ist die Verfügbarkeit zum schnellen Netz über die VDSL-Technik der Telekom schon in großen Teilen vorhanden. Rund um den Kiwitzheidweg müssten sich deshalb erst Ansprechpartner finden, die das Projekt vorantreiben.

Wie geht es jetzt in Holthausen weiter?

„Erst einmal sind wir froh, dass wir die 70 Prozent noch geschafft haben“, sagte Benedikt Hülsmann am Mittwoch, 19. Juli, auf Anfrage unserer Redaktion. Er hat das Glasfaser-Projekt gemeinsam mit Landwirt Ferdinand Schulze Froning in Holthausen koordiniert.

Nachdem das Endergebnis nun feststeht, wolle man mit dem Verlegen der Kabel voraussichtlich bis zum Ende der Mais-Ernte im Oktober warten. Ein bis dahin neu gegründeter Verein übernimmt vorab die Trassenplanung: Wo beginnt die Leitung? Wie führt man sie am besten zu den einzelnen Haushalten? Im Idealfall sollen die Tiefbauarbeiten bis zum Winter erledigt sein.

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Arbeitskreise bilden
Um Glasfaser-Projekte in noch fehlenden Bereichen voranzutreiben, sollten sich vor Ort Arbeitskreise bilden, rät Muenet-Mitarbeiterin Laura Filoda. „Die können sich dann bei Interesse mit uns in Verbindung setzen.“

Kontakt: Muenet GmbH, Birkenweg 10, Rosendahl, Tel. (02566) 26 92 96. Informationen online unter: 

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