Grüne beklagen erschreckende Zustände

Container für Asylanten

Sind Flüchtlinge in Werne besonders schlecht untergebracht? Stoßen sich auf besonders hartherzige Bürokraten in der Verwaltung? Ein Antrag der Grünen an den Sozialausschuss ließ sich jedenfalls so interpretieren.

WERNE

von Von Jörg Heckenkamp

, 14.02.2013, 17:46 Uhr / Lesedauer: 1 min
Grüne beklagen erschreckende Zustände

Die Grünen bezeichnen die Unterbringung der Asylbewerber in den Containern als erschreckend.

 Doch gebe es etliche Ausnahmen. Familien oder Schwangere zum Beispiel würden gewöhnlich in Wohnungen unterkommen. „Von 112 Flüchtlingen in Werne sind 56 in Wohnungen untergebracht, der Rest in den Wohncontainern.“ Damit könne man eine ähnliche Quote vorweisen wie das von den Grünen so hoch gelobte Modell der Stadt Leverkusen.  Dass die Wohncontainer am Lindert tatsächlich renovierungsbedürftig sind, steht außer Frage. Dezernent Frank Gründken: „Deswegen wurde ja schon im vergangenen Jahr der Beschluss gefasst, neue Container anzuschaffen.  Ob die denn mehr als eine Sanitär-Einheit für je zehn Personen bieten würden, wollte Siegfried Scholz (SPD) wissen. Nein, lautete Gründkens Antwort: „Aber da die Container noch nicht bestellt sind, können wir nachfragen, ob wir an der Zahl von Duschen und Toiletten noch etwas verbessern können.“ Die Lage dürfte sich künftig noch verschärfen, denn die Stadt rechnet für 2013 mit höheren Flüchtlings-Zuweisungen.  Doch eine Lösung ist in Sicht. Die Idee, künftige Asylbewerber in dem ehemaligen Internatstrakt des Christophorus-Gymnasiums unterzubringen, lässt sich offenbar in die Tat umsetzen. Frank Gründken: „Wir haben uns mit dem Schulträger geeinigt und können bereits in zwei Wochen dort die ersten Menschen unterbringen.“

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