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Hausgeburt: Papa brachte sein Kind zur Welt

Hebamme nur am Telefon

Plötzlich ging alles ganz schnell: Als bei seiner Frau Tanja Behr (39) die Wehen einsetzen, ruft Sascha Pillmann-Behr (42) um 6.21 Uhr die Werner Hebamme Edina Lippe-Borrmann an. Eine Minute später sieht der werdende Vater bereits das Köpfchen vor sich - und eine ungewöhnliche Geburt nimmt ihren Lauf.

WERNE

, 22.03.2017 / Lesedauer: 3 min
Hausgeburt: Papa brachte sein Kind zur Welt

Vater Sascha Pillmann-Behr hat die kleine Greta zur Welt geholt. Mit der Hebamme Edina Lippe-Borrmann (r.) stand er in telefonischem Kontakt. Mutter Tanja blieb während der Geburt ganz gelassen.

Wenn das Paar heute von seiner spontanen Hausgeburt am 17. März erzählt, kann es das selbst nicht fassen. Geplant war die Geburt entweder im Werner Geburtshaus bei Hebamme Edina Lippe-Borrmann, oder mit ihr zu Hause. Aber keinesfalls wollten sie es ganz alleine schaffen. Errechneter Geburtstermin war 29. März.

Spaßeshalber hatten sie das zwar durchgespielt, was wäre wenn. „Aber daran gedacht haben wir nicht“, erzählt der Vater, tätig als Unternehmensberater. Um 2 Uhr nachts saß seine Frau neben ihm auf dem Bett. "Was macht sie da?", fragte er sich. „Ich habe das Gefühl, es geht los“, sagte sie ihm.

Vater erinnert sich: "Ich war ganz entspannt"

Dann folgte der Blasensprung. Mit Ruhe ging er ins Bad, um ihr eine kleine Wellness-Oase einzurichten. Er hängte noch ein Tuch an der Decke auf, zündete Kerzen an, legte den Fußboden mit Decken aus und füllte die Badewanne. Von der ersten Geburt (Julius, zweieinhalb Jahre alt) wusste er: Vom Öffnen der Fruchtblase bis zur Geburt kann es noch Ewigkeiten dauern.

„Ich war ganz entspannt.“ Auch seine Frau stieg entspannt in die Wanne. Ihre Hebamme anzurufen, darauf kamen beide nicht. "Es wird ja noch dauern", dachte er zumindest. Seiner Frau hingegen klangen noch die Worte der Hebamme im Ohr: „Bitte nicht am 17. März, dann habe ich drei Geburten.“ Also wollte sie erst mal nicht stören.

Hebamme fuhr statt nach Dortmund nach Hamm

Edina Lippe-Borrmann hingegen war entsetzt. „Sie haben mich viel zu spät angerufen“, erzählt sie heute. Als das Telefon klingelte, hatte sie sich gerade für die geplanten Geburten in Dortmund fertiggemacht. Doch stattdessen fuhr sie geradewegs zur Beverstraße nach Hamm.

Beim Eintreffen checkte sie die Situation und stellte fest, dass alles in Ordnung war, nur die Plazenta musste noch geboren werden. Glücklich und erleichtert schnitt der frischgebackene Vater die Nabelschnur durch. „Das Glück war vollständig und die kleine Familie war erleichtert, dass ich so schnell vor Ort war.“

Danach fuhr die Hebamme nach Dortmund, und erst auf dem Heimweg um 22 Uhr folgte dann der geregelte Ablauf: Wiegen und Messen. Greta wog 16 Stunden nach der Geburt 2900 Gramm, war 51 Zentimeter groß und hatte einen Kopfumfang von 31 Zentimetern.   

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