Honé will Meißners Politik weiterführen

WERNE Der FDP-Ortsverband Werne hat nach zehn Jahren einen neuen Vorsitzenden. Einstimmig wählte der Ortsparteitag Dr. Luitger Honé zum Nachfolger von Jörg Meißner. Meißner bleibt der Partei Fraktionsvorsitzender im Stadtrat erhalten.

von Von Daniel Claeßen

, 15.01.2009, 21:08 Uhr / Lesedauer: 1 min
raktions-Chef Jörg Meißner (l.) gratulierte dem neuen FDP-Ortsverbandsvorsitzenden Dr. Luitger Honé und Beisitzerin Dagny Dammermann.

raktions-Chef Jörg Meißner (l.) gratulierte dem neuen FDP-Ortsverbandsvorsitzenden Dr. Luitger Honé und Beisitzerin Dagny Dammermann.

"Wir wollen weiterhin die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilen", begründete der scheidende Vorsitzende seinen Entschluss, der ihn doch ein wenig traurig stimmte: "Es hat Spaß gemacht, Teil der erfolgreichen Entwicklung der Liberalen zu sein." Dabei, so betonte er, habe die Teamleistung stets im Vordergrund gestanden.

In seinem politischen Rechenschaftsbericht ging Meißner noch einmal auf die aktuelle Themen ein: "Werne steuert in eine falsche Richtung", erklärte er mit Blick auf den Generationenkonflikt: "Wer eine Politik für alle Generationen will, der muss FDP wählen." Nur so könne Werne für junge Familien attraktiv bleiben.

Die wirtschaftliche Situation bereitete Meißner Bauchschmerzen: "Im vergangenen Jahr sind 1000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze verloren gegangen", so Meißner. "Unter Bürgermeister Tappe hat Wirtschaftsförderung nicht stattgefunden." Auch für den Sport seien es "verlorene Jahre" gewesen: "In Sachen Sportstätten hat sich nichts bewegt, wir werden von anderen Städten und Kommunen nur belächelt."

Sein Nachfolger schlug in die gleiche Kerbe: "Ich werde mit aller Kraft für ein stimmiges Sportstättenkonzept kämpfen", erklärte Honé in seiner Antrittsrede. Grundlegende Veränderungen in der liberalen Position werde es nicht geben: "Jeder soll sich in den Sitzungen einbringen, damit wir zu einer gemeinsam getragenen Lösung kommen können." Als Ziel für die Wahl gab der 51-Jährige das letzte Ergebnis von 14,5 Prozent aus - "und vielleicht ein bisschen mehr".

Auf Honés frei gewordenen Beisitzerplatz im Vorstand wählte der Parteitag ebenfalls einstimmig Dagny Dammermann.

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