Erster Werner Händler nimmt Huawei-Smartphones aus dem Sortiment - Das müssen Kunden wissen

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Der chinesische Technik-Riese Huawei gerät unter Druck. Google darf zukünftig keine Unterstützung liefern. Ein erster Werner Händler zieht Konsequenzen - das müssen Kunden wissen.

Werne

, 21.05.2019, 14:22 Uhr / Lesedauer: 1 min

Diese Nachricht hat eingeschlagen wie eine Bombe: Technik-Riese Huawei hat mit US-Sanktionen zu kämpfen und muss sich bei Smartphones auf große Veränderungen einstellen. Die Zusammenarbeit mit Google muss zukünftig wohl eingestellt werden - das bedeutet: keine neuen Updates und keine neuen Apps von Google.

Weltweit sind Kunden verunsichert und ein erster Werner Händler zieht Konsequenzen. Seit Dienstag, 21. Mai, bietet der Vodafone-Shop an der Steinstraße seinen Kunden keine Smartphones der Marke Huawei mehr an.

„Können nicht sicherstellen, dass das Smartphone richtig funktioniert“

„Das hat Sicherheitsgründe“, sagt Mitarbeiter Angelo Klitsch auf Anfrage dieser Redaktion. „Wenn wir jetzt ein Huawei-Smartphone verkaufen, können wir nicht sicherstellen, dass es später noch richtig funktioniert.“

Damit nimmt der Werner Shop Abstand vom Hersteller Huawei, der hinter Samsung und Apple den dritthöchsten Marktanteil im Bereich Smartphones hat. Man versuche, den Kunden Alternativen anzubieten. Nur, wenn Kunden auf ein Huawei-Smartphone bestehen, wird es verkauft.

Vodafone-Shop sorgt sich um Kunden und Ruf

„Verkaufen wir jetzt so ein Smartphone, heißt es später: ,Was hat der mir verkauft?‘ Dann kommen sie ganz bestimmt nicht wieder zu uns“, sagt Klitsch.

Wie genau die Konsequenzen aussehen und was Huawei plant, um die Konsequenzen abzufangen, ist noch nicht ganz klar. „Es wird wohl viel gesprochen, aber solange wir nicht abschätzen können, wie es ausgeht, verkaufen wir keine Huawei-Smartphones“, so Klitsch.

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Doch was können Kunden nun tun? Hat man bereits ein Huawei-Smartphone gekauft, ist der Umtausch - zumindest im Vodafone-Shop - nicht möglich. Wie andere Händler reagieren, ist noch unklar.

Das empfiehlt ein Rechtsanwalt

Arndt W. Kempgens, Rechtsanwalt aus Gelsenkirchen, gibt Kunden deutschlandweit zu Bedenken, dass, wenn Huawei-Smartphones keinen Zugriff mehr auf Android-Betriebssysteme oder Android-Updates haben, sie überlegen sollten, ob sie vom Kaufvertrag zurücktreten und eine Rückzahlung des Kaufpreises verlangen.

„Beim Kauf des Handys sind die Verbraucher nämlich davon ausgegangen, dass sie das Handy mit der mitgelieferten Software langfristig nutzen können“, so Kempgens.

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