Jahn-Gilles: Schulen gleich behandeln

WERNE „Ich wünsche mir die Gleichbehandlung aller Schulen in Werne.“ Diesen Appell richtete die Leiterin der Realschule, Ursula Jahn-Gilles an den CDU-Vorstand bei dessen Besuch am Montag Abend.

von Von Rudolf Zicke

, 06.05.2008, 18:19 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es dürfe nicht sein, dass nach dem Ratsbeschluss zum kostenintensiven Neubau einer Hauptschule an der Bahnhofstraße andere Schulen benachteilgt würden. In diesem Sinne spreche sie auch für die Werner Grundschulen, betonte Jahn-Gilles.

Was die Unionspolitiker bei der Begehung zu sehen bekamen, war denn auch alles andere als erfreulich: feuchte Wände im Keller, Schimmel an Fenstern, einen Anstrich im Treppenhaus, der 20 Jahre alt ist, ein muffig riechender Teppichboden im Lehrerzimmer, ein fleckiges und speckiges Parkett im einstigen Vorzeigeraum der Schule, der Aula. „Vor elf Jahren ist mit der Sanierung der Heizungsanlage begonnen worden“, klagte die Schulleiterin; wegen Geldmangels sei sie dann aber gestoppt worden.

Räume im Sommer Glutkästen

So befänden sich immer noch uralte, dicke, völlig unwirtschaftliche Heizkörper ohne die zur klaten Jahreszeit notwendige Leistung etlichen Räumen. In Teilen des Gebäudekomplexes seien die Temperaturen im Winter viel zu niedrig, im Sommer seien sie angesichts mangelhafter Isolierung wahre Glutkästen.

Eine marode Toilettenanlage und Ratten in Hohlräumen unter dem Pavillon waren weitere Kritikpunkte. Dass die Klassen einigermaßen manierlich aussehen, ergänzte Jahn-Gilles, sei Eltern zu verdanken, die sich dort mit Farbe und Pinsel engagieren. Dennoch traue sie sich schon gar nicht mehr, Eltern von künftiger Schüler an Info-Abenden durch die Räume zu führen, um sie nicht zu verschrecken.

Jasperneite: "Armutszeugnis für die Verwaltung"

„Ich bin völlig überrascht, was da alles nicht in Ordnung ist“, erklärte CDU-Chef Willi Jasperneite am Tag nach der Besichtigung, „das ist ein Armutszeugnis für die Verwaltung.“ Unterhaltungsmaßnahmen z.B. gegen Feuchtigkeit in Wänden gehörten zum laufenden Geschäft der Verwaltung. Solche Mängel müssten direkt nach ihrem Auftreten beseitigt werden, damit die Schäden im Laufe der Zeit nicht noch größer werden. 

 Jasperneite forderte vom Hochbauamt sofortiges Handeln, um die gröbsten Mängel abzuarbeiten. Größere Investitionen sollten in ein Gesamtkonzept im Zusammenhang mit den neuen Hauptschule einfließen. Beide Schulen würden sich dann, versicherte Willi Jasperneite, baulich auf Augenhöhe befinden.

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