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Jörg Höll kritisiert Umgang mit Hartz-4-Empfängern - So reagiert das Jobcenter

Jobcenter Werne

Jörg Höll ist verärgert über das Jobcenter Werne. Am Mittwoch, 17. April, klärte er Betroffene an einem Stand über ihre Rechte auf - doch er wurde im Regen stehen gelassen.

Werne

, 17.04.2019 / Lesedauer: 2 min
Jörg Höll kritisiert Umgang mit Hartz-4-Empfängern - So reagiert das Jobcenter

Jörg Höll hat sich in Werne für Hartz-4-Empfänger eingesetzt. © Mario Bartlewski

Einsam und verlassen stand er bei zwischenzeitlich strömendem Regen vor dem Jobcenter in Werne. Jörg Höll hat deutlich gemacht, dass er mit dem Verhalten des Jobcenters nicht zufrieden ist. Empfangsbestätigungen für Unterlagen soll es dort nicht geben und das Mitbringen eines Begleiters soll dort auch nicht gut angesehen sein, so Höll.

„Ich will den Leuten zeigen, welche Rechte und Möglichkeiten sie haben“, so Höll. Doch so wirklich erfolgreich war er mit seinem Infostand vor dem Jobcenter nicht. „Es ist enttäuschend“, sagt Höll. Weniger als zehn Leute habe er am Mittwochmorgen erreichen können.

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Dabei lagen ihm neben Frust noch mehr Dinge auf der Seele. Er will Werbung machen für den Einsatz für mehr Arbeitslosengeld und den Verein Sanktionsfrei, der Hartz-4-Empfänger bei Sanktionen des Jobcenters unterstützt. „Das ist wichtig und das sollten eigentlich alle wissen“, so Höll.

Das Jobcenter hat von seinem Infostand vor der Haustür nichts mitbekommen. „Wir hätten uns gefreut, wenn Herr Höll direkten Kontakt zu uns gesucht hätte“, so Antonia Mega, Pressesprecherin des Jobcenters Kreis Unna, auf Anfrage.

Höll will weiter aufklären

„Es ist auch nicht in unserem Interesse, wenn unsere Kunden unzufrieden sind“, so Mega. Ihr tue es leid, wenn Höll sich zurückgewiesen gefühlt habe. Empfangsbestätigungen seien selbstverständlich für Kunden des Jobcenters zu erhalten. Warum das bei Höll nicht der Fall gewesen sei, wisse sie nicht.

Bei Problemen oder Unverständnis beim Thema Jobcenter empfiehlt Mega den Kontakt zum jeweiligen Teamleiter zu suchen.

Jörg Höll möchte allerdings auch zukünftig seinen Stand in Werne aufbauen. Das nächste Mal am liebsten bei der Tafel, wo er auf größere Resonanz hofft.

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