Kamin-Ensemble präsentiert 80 Besuchern bei Bücher Beckmann einen facettenreichen Frühling

Musikalischer Abend

Mit Gedichten, Geschichten und Liedern begeisterten das Kamin-Ensemble und Literatin Ilka Weltmann am Freitag rund 80 Besucher bei Bücher Beckmann.

Werne

, 31.03.2019, 14:38 Uhr / Lesedauer: 2 min
Literatin Ilka Weltmann schlüpfte in die Rolle der „Erna Koslowski“.

Literatin Ilka Weltmann schlüpfte in die Rolle der „Erna Koslowski“. © Elvira Meisel-Kemper

„Frühling ja, du bist’s! Dich hab ich vernommen“, sang das Kamin-Ensemble aus Bergkamen, das endlich mal wieder den Sprung nach Werne gewagt hatte. Dieses Mal traten sie am Freitagabend (29. März) zusammen mit Literatin Ilka Weltmann aus Düsseldorf bei Bücher Beckmann auf und begeisterten nicht nur die Veranstalter, sondern auch rund 80 Besucher.

Und Frühlingsgefühle vermittelte dabei nicht nur das eingangs erwähnte Lied, das von Ensemble-Mitglied Norbert Grüger nach einem Gedicht von Eduard von Mörike vertont wurde. Der gesamte Abend versprühte mit Gedichten, Geschichten und Liedern facettenreiche Frühlingsgefühle.

Dieter Dasbeck und Mona Lichtenhof komplettierten das Trio auf ebenso vielfältige Weise. Dasbeck sang und spielte auf der Gitarre als Solist das Lied des „Blumenmanns“, das 1994 von Jürgen von der Lippe in die Welt gesungen wurde. Auch Dasbeck würzte das Lied mit dem nötigen humorvollen Auftreten. Zum Träumen waren allerdings auch die Songs „Imagine“ und „Dream“ aus der Feder von John Lennon.

Ensemble öffnet die Schlagerkiste

„Heute wären die Briten eigentlich ausgetreten. Sie haben aber auch wunderbare Gedichte geschrieben“, leitete Lichtenhof über zu dem Gedicht „Narzissen“ des englischen Dichters William Wordsworth. Zusammen mit Weltmann trug Lichtenhof das Gedicht in deutscher und englischer Fassung vor.

Humor versprühte dagegen wieder die Geschichte „Vogel“, die Elke Heidenreich einst niedergeschrieben hat. Darin ging es um eine Diskussion zwischen ihr und ihrem Freund, einem Musiker, ob die Amsel falsch singe oder nicht. „Diese Geschichte hat wahrscheinlich autobiografische Züge, denn Heidenreichs Freund ist tatsächlich Komponist und Dirigent“, ergänzte Weltmann gegenüber dem amüsierten Publikum.

Zum Frühling gehörten natürlich auch Lieder über die Liebe. Dafür machte das Kamin-Ensemble die „Schlagerkiste“, so Lichtenhof, auf. „Rote Lippen soll man küssen“, „Die Liebe ist ein seltsames Spiel“, „Marmor, Stein und Eisen bricht“ und „Tulpen aus Amsterdam“ animierten die Besucher zum Mitsingen, zum Mitklatschen und sogar zum Schunkeln.

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Bildergalerie

Kamin-Ensemble bei Bücher Beckmann

31.03.2019
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Das Kamin-Ensemble mit (v.l.) Norbert Grüger, Mona Lichtenhof, Literatin Ilka Weltmann und Dieter Dasbeck.© Elvira Meisel-Kemper
Literatin Ilka Weltmann schlüpfte in die Rolle der "Erna Koslowski".© Elvira Meisel-Kemper
Literatin Ilka Weltmann schlüpfte in die Rolle der "Erna Koslowski".© Elvira Meisel-Kemper
Das Kamin-Ensemble gastierte bei Bücher Beckmann.© Elvira Meisel-Kemper
Das Kamin-Ensemble gastierte bei Bücher Beckmann.© Elvira Meisel-Kemper
Das Kamin-Ensemble gastierte bei Bücher Beckmann.© Elvira Meisel-Kemper
Das Kamin-Ensemble gastierte bei Bücher Beckmann.© Elvira Meisel-Kemper
Das Kamin-Ensemble gastierte bei Bücher Beckmann.© Elvira Meisel-Kemper
Das Kamin-Ensemble gastierte bei Bücher Beckmann.© Elvira Meisel-Kemper
Das Kamin-Ensemble gastierte bei Bücher Beckmann.© Elvira Meisel-Kemper

Weltmann hatte aber noch ganz andere Geschichten auf Lager. Aus dem ersten Kapitel des Debütromans „Vom Wasser“ von John von Düffel las sie einen Text, der den Geruch von Wasser beschrieb. Auch die junge Poetry-Slam-Szene brachte sie mit einem Gedicht von Julia Engelmann ein. Lieder von Udo Lindenberg und – ganz zum Schluss – von Reinhard Mey rundeten den Abend auch musikalisch ab.

Dazwischen schlüpfte Weltmann in die Rolle der „Erna Koslowski“, die von den Fallstricken beim Vertikutieren ihres Rasens an der geerbten Laube erzählte. Ihr Mann Kalle stand ihr telefonisch bei, weil er eine Allergie gegen Gräser hat. Auch das zauberte ein Lächeln ins Gesicht der Besucher – gefolgt von stürmischem Applaus.

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