Kapuziner freuen sich über Kloster-Zukunftspläne

Caritas zieht ein

Neues Leben für das über 350 Jahre alte Kapuzinerkloster im Herzen der Stadt Werne. Im September zieht in den Gebäudeteil links neben der Pforte der Caritasverband Lünen-Selm-Werne ein. "Wir ziehen uns dadurch aber keineswegs zurück", betont Pater Romuald Hülsken (55), der Chef (Guardian) der vierköpfigen Brüdergemeinschaft. Im Gegenteil: "Wir kommen in Kontakt mit Menschen, die bestimmt bislang wenig Kontakt zu uns hatten."

WERNE

, 22.05.2015 / Lesedauer: 2 min

Ob ambulante Pflege, Pflegeberatung, Betreuungsdienst für Menschen mit Demenz, haushaltsnahe Dienste, Familienpflege und sozialpädagogische Familienhilfe: „Mit dieser Bandbreite werde wir künftig im Kloster an der Südmauer vertreten sein“, kündigte am Freitagmittag Caritas-Vorstand Hans-Peter Benstein während eines gemeinsamen Pressetermins  mit der Ordensleitung im Kloster an. 

„Es ist gut, einen Partner wie die Caritas zu haben“, freute sich auch Pater Marinus Parzinger, der Leiter (Provinzial) aller 125 Kapuziner Deutschlands. Er war extra aus München nach Werne gereist, um die neue Zusammenarbeit öffentlich zu machen: „Ein positives Signal“, sagte er - für den Standort Werne, der vor fünf Jahren noch wegen des Nachwuchsmangels des Ordens vor der Schließung stand. Und für die Werner Bevölkerung, „die unser Kloster in einem Maß unterstützt, wie ich es an unseren anderen Standorten noch nicht erlebt habe“.  „Wir lernen in kürzeren Zeiträumen zu planen und neue Perspektiven zu entwickeln“, so der Provinzial : „Und diese Perspektive ist eine gute für Werne.“

Zwischentür fehlt noch

Größere Umbauarbeiten seien nicht nötig, stimmten Caritas- und Ordensvertreter überein. Lediglich die Toiletten und Waschräume müssten erneuert werden. „Und wir werden eine Zwischentür einziehen“, so Pater Romuald. Denn auch wenn er und seine Mitbrüder als Ansprechpartner für die Ratsuchenden der Caritas gerne zur Verfügung stünden, „brauchen wird doch einen separaten Bereich“.

 

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