Keine Not mit Apotheken-Notdienst

WERNE Eine wichtige Frage beschäftigte am Freitagabend Apothekerschaft, Kreis-CDU, CDU-Stadtverband, die CDU-Frauenunion sowie die Apothekerkammer: Wie ist es um den Nacht- und Notdienst der Apotheken vor Ort bestellt?

von Von Mareike Kneip

, 07.09.2008, 16:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
Amtsapothekerin Birgit Habbes, CDU-Chef Wilhelm Jasperneite, Anke Walters, CDU-Frauenunion, Kreisvertrauensapotheker Johannes Hermes, Vorstandsmitglied der Apothekerkammer Westfalen-Lippe Margarete Tautges, Abteilungsleiter Notdienstbereitschaft und Ausbildung PKA Klaus Bisping (v. l.).

Amtsapothekerin Birgit Habbes, CDU-Chef Wilhelm Jasperneite, Anke Walters, CDU-Frauenunion, Kreisvertrauensapotheker Johannes Hermes, Vorstandsmitglied der Apothekerkammer Westfalen-Lippe Margarete Tautges, Abteilungsleiter Notdienstbereitschaft und Ausbildung PKA Klaus Bisping (v. l.).

Der Diskussionsabend wurde von zwei Werner Ärzten initiiert, die - im Unterschied zu zahlreichen Vertretern der Apothekerschaft aus Bergkamen, Kamen, Bönen und Werne - nicht an der Veranstaltung teilnahmen. Amtsapothekerin Birgit Habbes verdeutlichte, dass der Notdienst per Gesetz festgeschrieben sei und Versorgung der Bürger im Notfall diene. Demographisch-soziale Entwicklungen, wie steigende Zahlen allein erziehender Mütter, zunehmende Alterung der Gesellschaft, Tendenzen steigender Individualisierung und Isolation sowie wirtschaftliche Faktoren müssten bei einer Planung von Notfallregulatoren berücksichtigt werden.

Wege zu  Dienst habenden Apotheken verkürzen

Klare Ziele für die Zukunft formulierte die Amtsapotherein: Eine bessere Abstimmung zwischen apothekerlichem und (fach-)ärztlichem Notdienst sowie eine Angleichung der Dienstzeiten innerhalb des Dienstbereiches Werne-Kamen-Bergkamen-Bönen. Zudem appellierte sie an die Apothekerschaft jeweils die nächstgelegenen Apotheken, die außerhalb ihres eigenen Dienstbereiches lägen, zu nennen; nicht zuletzt, um Wege für Betroffene zu minimieren.Keine weißen Flecken auf der Deutschland-KarteJohannes Hermes, Kreisvertrauensapotheker für "Unna Süd" referierte: "21 500 Apotheken sorgen im ganzen Land für eine flächendeckende, wohnortsnahe Versorgung mit Arzneimitteln." Auf Deutschlands Landkarte seien im Vergleich zu Großbritannien keine weißen Flecken auszumachen, erklärte Hermes mit Nachdruck. "Während wir hier sitzen, leisten etwa 2000 Apotheken, davon etwa 200 im Kreis Westfalen-Lippe, Notdienst - und das jede Nacht", so das Fazit des Apothekers.Von Unterversorgung weit entfernt

Hermes gab darüber hinaus Infos zu aktuellen Regelung: Die Apothekerkammer Westfahlen-Lippe organisiere den Notdienst in Auftragsverwaltung für das Land NRW. In Westfalen-Lippe selbst gebe es 150 Notdienstkreise, die eine Sicherung der ordnungsgemäßen Arzneimittelversorgung der Bevölkerung sowie die Zumutbarkeit der von Patienten zurückgelegten Entfernungen gewährleisten. Die Bilanz des Kreisvertrauensapothekers fällt positiv aus: "Von einer Unterversorgung sind wir - auch im Kreis Unna - weit entfernt und derzeit liegen der Apothekerkammer im Kreis Unna keine Beschwerden vor."

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