„Lucky“ ist der flauschige neue Mitarbeiter der Kita Lütkeheide

Kitas in Werne

Die Kindertageseinrichtung Lütkeheide hat einen ganz besonderen neuen Mitarbeiter. Er hört auf den Namen „Lucky“ und soll in der Kita unter anderem zu Therapiezwecken eingesetzt werden.

Werne

von Lea Nitsch

, 11.05.2019 / Lesedauer: 3 min
„Lucky“ ist der flauschige neue Mitarbeiter der Kita Lütkeheide

In der Kita Lütkeheide freut man sich über Hundezuwachs (v.l.): Simon, Kerstin Funhoff, Nele, Nicole Seidel, Moritz, Jana und Charlotte. Foto Nitsch © Lea Nitsch

Seit dem 1. März hat das Team der Kindertageseinrichtung Lütkeheide vierbeinigen Zuwachs. Der kleine Havaneser-Shih-Tzu-Mischling Lucky ist viereinhalb Monate alt und schon jetzt ein gern gesehener Kindergartenbesucher. Die Leitung der Einrichtung hatte den Kleinen in einer Privatzucht in Kamen persönlich ausgewählt. „Wir haben ihn wegen seines Charakters ausgesucht“, erzählt Leiterin Kerstin Funhoff.

Es sollte ein ruhiger, aber offener Hund sein, eine gute Mischung. Havaneser-Shih-Tzu sei auch eine allergikerfreundliche Rasse.

Die Angst vor Tieren abbauen

Da sie als Leitung überwiegend im Büro arbeite, sei der Hund momentan zwei bis drei Mal die Woche in den Gruppen – die restliche Zeit verbringt er bei seinem Frauchen im Büro. Im Vorfeld habe man mit allen Beteiligten, den Eltern sowie dem Team der Kita, gesprochen, so Funhoff. „Ich habe noch nie so schnell Zettel zur Einverständniserklärung zurückbekommen. Wir mussten nicht einmal einen Elternabend veranstalten.“.

Auch die Hunden gegenüber eher skeptisch eingestellte Mitarbeiterin Nicole Seidel konnte Lucky nicht widerstehen. Selbst im eher ländlich gelegenen Werne hätten Kinder heutzutage keinen Kontakt zu Tieren mehr, da vielen Familien im Alltag zu wenig Zeit für Haustiere bleibe. Von daher könne mit Lucky die Angst vor Tieren abgebaut werden. „Wir haben die Möglichkeit, auch Kinder zu erreichen, die nicht von allein sprechen.“ Ein Hund sei noch mal ein ganz anderer Ansatzpunkt, diesen Kindern zu helfen.

Besuch der Welpenschule

Die Maxikinder, Kinder die bald in die Grundschule entlassen werden, machen demnächst ihren Hundeführerschein. Sie lernen ihre eigenen Gefühle und die Gefühle des Hundes zu verstehen und richtig zu deuten. Die Wahrnehmung von Grenzen spiele hier eine große Rolle. „Die Kinder dürfen auf der Straße nicht gleich zu jedem Hund rennen“, so Funhoff. Auch generelle Themen wie Futter oder Hunderassen würden angesprochen.

Doch nicht nur die Kinder müssen lernen. Lucky besucht regelmäßig die Welpenschule und trainiert dort mit speziellem Fokus auf seine Aufgaben im Kindergarten. Danach folge die Junghundeschule, in der man ihn auf seine Begleithundeprüfung vorbereitet. Das eigentliche Ziel, die Therapiehundeausbildung, kann Lucky erst mit eineinhalb Jahren beginnen.

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