Kita-Regelbetrieb in Werne beginnt: Umgang mit Neuinfektionen wird gleich mitdiskutiert

rnKinderbetreuung in Werne

Ab dem 17. August soll wieder der Regelbetrieb in den Kitas laufen. In Werne diskutieren die Verantwortlichen über die Reaktion auf mögliche Neuinfektionen und die Erstattung der Elternbeiträge.

Werne

, 03.08.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das neue Kindergartenjahr 2020/21 startet am Montag, 3. August, unter ganz besonderen Bedingungen. Maskenpflicht, Sicherheitsabstand, hohe Hygienestandards und strikte Trennung der Gruppen gelten weiterhin in der Corona-Krise. Auch beginnt das Kindergartenjahr mit reduzierten Betreuungszeiten pro Kind.

Doch das soll sich bald ändern, wenn am 17. August wieder der Regelbetrieb in den Kitas herrschen soll. Das stellt auch die Verantwortlichen in Werne vor große Herausforderungen. Dabei geht es auch um die Zurück-Erstattung von Elternbeiträgen.

„Risiko von Neuinfektionen ist da“

„Es ist gut, dass wieder ein Stück Normalität einkehrt. Aber die Corona-Pandemie ist immer noch da“, sagt Maik Rolefs, Leiter des Jugendamtes der Stadt Werne. Aber: Das Risiko von Neuinfektionen ist weiter da. Deshalb diskutieren die Verantwortlichen zum Beginn des Regelbetriebs gleich mit, wie man auf mögliche neue Fallzahlen in den Kitas reagieren kann.

„Nach den Ferien werden wir Gespräche mit den Kita-Leitungen führen, um zu klären, wie man kurzfristig auf den Fall X reagieren kann“, erklärt Maik Rolefs. Demnach werde überlegt, welche Räume die Stadt zur Verfügung stellen kann, falls Kinder separiert werden müssten aufgrund von Corona-Fällen.

Jugendamtsleiter Maik Rolefs begrüßt, dass Erzieherinnen sich alle 14 Tage auf das Coronavirus testen lassen können.

Jugendamtsleiter Maik Rolefs begrüßt, dass Erzieherinnen sich alle 14 Tage auf das Coronavirus testen lassen können. © Andrea Wellerdiek (A)

Nach der Rückkehr zum Normalbetrieb könne es immer wieder zu Einschränkungen in den Einrichtungen und bei Tagesmüttern kommen, erklärt Rolefs. „Wir müssen sehr sensibel mit möglichen neuen Corona-Zahlen, die derzeit ja wieder leicht steigen, umgehen. Wir müssen immer wieder sauber austarieren, ob wir mit dem Regelbetrieb auf dem richtigen Weg sind“, so der Jugendamtsleiter.

Personell sei man derzeit so aufgestellt, dass der Regelbetrieb ab dem 17. August in den Kitas aufgenommen werden kann. Die neuen Kita-Kinder - es sind insgesamt 1083 gemeldet - werden wie sonst üblich eine Eingewöhnung bekommen. Diese werde genauso ausfallen wie in den Vorjahren auch, erzählt Maik Rolefs.

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Eingewöhnung als besondere Herausforderung

Eine besondere Herausforderung wird der Kita-Start dennoch für Erzieherinnen und Kinder sein. „Es wird sicher schwierig sein, eine Beziehung zu den Kindern aufzubauen, wenn man immer einen Abstand einhalten muss“, sagt Rolefs. Insgesamt werden 1083 Kinder in das neue Kindergarten-Jahr starten, darunter 285 im U3-Bereich. In der Kindertagespflege beginnen 85 Kinder, darunter 65 im U3-Bereich.

Ab dem 17. August können die Kinder dann wieder zu den vollen Betreuungszeiten in die Einrichtungen kommen. Auch wenn der Regelbetrieb erst ab Mitte August wieder beginnt, soll es laut NRW-Familienminister Joachim Stamp keinen Nachlass bei den Elternbeiträgen geben. „Dazu sind wir als Land nicht mehr in der Lage“, erklärte Stamp dazu.

Verantwortliche in Werne diskutieren über Erstattung der Elternbeiträge

Nun überlegen die Verantwortlichen der Stadt Werne, den Eltern finanziell unter die Arme zu greifen. Laut Rolefs werde demnach gerade geprüft, ob die Elternbeiträge aus dem städtischen Haushalt gezahlt werden und mit den Beiträgen für September verrechnet werden könnten. „Die Corona-Krise hat den Eltern schon viel abverlangt. Und die Einrichtungen, die Träger und Tagesmütter haben schon Unglaubliches geleistet“, so Rolefs weiter.

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Der Weg zum Arzt wird den Eltern bei einer „Schnupf-Nase“ des Kindes zumindest erspart. Ein schnupfendes Kind solle 24 Stunden lang beobachtet werden - kommen keine Krankheitsanzeichen dazu und geht es dem Kind gut, kann es auch ohne Attest wieder in die Kita, heißt es in der neu formulierten Empfehlung des Landes NRW.

In Werne habe es vereinzelt Fälle und Verunsicherung gegeben. Da habe man aber schnell Entwarnung durch einen kurzfristigen Arztbesuch geben können, so Rolefs.

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