Klare Kante: Die Händler sind am hohen Klopapier-Preis nicht schuld!

Kommentar

Am Wochenende gab es mal Toilettenpapier. Dabei hatten einige Einkäufer etwas zu meckern. Über die hohen Klopapier-Preise etwa. Völlig daneben, findet unsere Mitarbeiterin Kirsten Voß.

Werne

, 07.04.2020, 15:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Alle sind heiß aufs Klopapier, viele beschweren sich über die hohen Preise beim Händler. Zu Unrecht, findet Kirsten Voss.

Alle sind heiß aufs Klopapier, viele beschweren sich über die hohen Preise beim Händler. Zu Unrecht, findet Kirsten Voss. © Symbolbild dpa

Die Werner haben sehnsüchtig darauf gewartet. Naja, vermutlich nicht nur die Werner. Kurz vorm Wochenende kam dann DIE erlösende Nachricht: Es gibt wieder Toilettenpapier!

In der aktuellen Corona-Situation mit schwachsinnigen Hamsterkäufen ein entspanntes Aufatmen bei den Nicht-Hortern. Das „Klopapiertraumland“ in einem großen Werner Lebensmittelgeschäft verbreitete sich schnell in den sozialen Netzwerken.

Und dann sind da wieder die Meckerköppe

An sich ein netter Hinweis, besonders bei den Personen, die sich schon die ein oder andere Rolle leihen mussten. Dass der Ansturm natürlich enorm war, ist dann wohl keine Überraschung.

Leider gibt es dann wieder die typischen Meckerköppe. Wieso auch das Positive sehen, dass es wieder etwas gibt? Nein, man muss sich über die Qualität des Produktes und den Preis aufregen.

Es wird auch der Kauf des weißen „Goldes“ boykottiert. 3,49 Euro für acht Rollen ist schon ein höherer Preis, das stimmt. Aber dann auf den Händler zu schimpfen, weil er den Notstand ausnutzen würde, um sich daran zu bereichern ist für mich unverständlich.

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Nicht immer direkt auf den Händler schimpfen!

Den treuen Käufern ist natürlich aufgefallen, dass es sich nicht um die übliche Sorte Toilettenpapier handelt. Vermutlich kommt der Hersteller nicht mit der Produktion hinterher oder es gibt Probleme mit der Lieferung.

Dann müssen wir Nutzer es eigentlich zu schätzen wissen, dass die Warenbeschaffung des Supermarktes versucht, Alternativen aufzutreiben, um uns beliefern zu können. Dass der neue Lieferant höhere Einkaufspreise verlangt, weil man zum Beispiel nicht so hohe und regelmäßige Mengen abnimmt wie beim üblichen Lieferanten, sollte jeder Meckerkopp mal berücksichtigen und nicht direkt auf den Händler schimpfen.

Denn der möchte nur eins: Uns besonders in der schwierigen Zeit einfach nur versorgen!

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