Arbeitsplätze, Sicherheit, Zukunftspläne: So profitiert Werne von Klingeles Millionen-Neubau

rnKlingele Papierwerke

Die Klingele Papierwerke haben in Werne 10 Millionen Euro für ein neues Logistikzentrum in die Hand genommen – „ein Vertrauensbeweis in den Standort“. Das sind die Auswirkungen für Werne.

Werne

, 22.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Das Werner Traditionsunternehmen Klingele Papierwerke investiert kräftig in die Zukunft des Unternehmens. Ein neues Logistikzentrum hat das Unternehmen für 10 Millionen Euro eröffnet. Das hat nicht nur Auswirkungen auf Klingele, sondern auch auf Werne.

Fünf neue Arbeitsplätze entstehen durch das neue Logistikzentrum in Werne, das die drei Außen-Standorte in Bergkamen, Hamm und den Niederlanden ersetzt. Doch klingen fünf neue Arbeitsplätze da nicht etwas wenig?

Nein, sagt einer der beiden Werner Standortleiter, Christian Stangrecki, auf Anfrage. „Wir handhaben seit Jahren eigentlich die gleiche Menge, allerdings können wir diese Menge jetzt vollständig am Standort Werne lagern und nicht an vier verschiedenen Lagerstandorten“, so Stangrecki.

Der Unterschied: Wie bisher produziert man in Werne, doch in der Vergangenheit wurden die Waren in Lkw gepackt und auf die drei Standorte verteilt, wo man mit Spediteuren zusammenarbeitete. Nun geht es für die Waren nicht in den Lkw, sondern in das neue Werner Logistikzentrum, um sie dort zu lagern.

„Das ist ein großer Vertrauensbeweis in den Standort Werne“

„Die Kernerkenntnis ist, dass wir alles in Werne zentralisieren“, sagt Stangrecki. „Das ist ein großer Vertrauensbeweis in den Standort Werne und in die Mitarbeiter.“

Während andere Unternehmen ihre Spedition bewusst auslagern, um Kosten einzusparen, sei die Logistik für Klingele ein wichtiger Bestandteil für das Paket, das man den Kunden anbiete: alles aus einer Hand, zentralisiert und umweltfreundlich durch weniger Lkw-Verkehr.

Klingele hat sich noch Möglichkeiten offen gelassen

Nach und nach soll das neue Logistikzentrum in Werne gefüllt werden, denn bislang gibt es noch Platz. „Das neue Logistikzentrum ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht voll ausgelastet. Da wir auch langfristig mit einem weiteren Mengenwachstum planen, haben wir dadurch noch Kapazitäten für die Zukunft geschaffen“, sagt Stangrecki.

Um die räumliche Vergrößerung in Werne gut nutzen zu können, braucht Klingele mehr Mitarbeiter in Werne. Genauer gesagt fünf Staplerfahrer.

Jetzt lesen

Zwei der Stellen besetzen Mitarbeiter, die zuvor am Standort in Rünthe gearbeitet haben. Zwei weitere hat Klingele bereits neu angestellt. Eine Stelle ist hingegen noch offen.

Offiziell hat Klingele das neue Logistikzentrum in Werne am 1. Juli eröffnet. 15.500 Quadratmeter ist es groß und in Kombination mit den bereits bestehenden Lagerkapazitäten entsteht nun Platz für mehr als 20.000 Paletten.

Grund für die Investition in Höhe von 10 Millionen Euro: Kunden von Klingele nutzen nach Angaben des Unternehmens immer mehr just-in-time-Lieferungen, also eine Belieferung genau dann, wenn die Lieferung vor Ort benötigt wird.

Lesen Sie jetzt