Kontroverse Diskussionen beim FDP-Stammtisch zum Einkaufszentrum

Nahversorgung

STOCKUM Gibt es in Stockum demnächst nur noch Brötchen, Zeitschriften, Blumen und Fleisch zu kaufen? Keine Frage außer dieser scheint den Stockumern derzeit so sehr auf den Nägeln zu brennen.

von Von Wolfgang Gumprich

, 29.05.2009, 17:32 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gut bescuht war der FDP-Stammtisch zur Nahversorgung in Stockum.

Gut bescuht war der FDP-Stammtisch zur Nahversorgung in Stockum.

Knapp 100 Besucher waren zum FDP-Stammtisch am Donnerstagabend in die Pannhoff-Stiftung gekommen. CDU-Landratskandidat Wilhelm Jasperneite nahm die Stimmung im Saal auf: Das Ende der Fahnenstange sei erreicht, zum 1. Januar 2010 müsse die Nahversorgung in Stockum sichergestellt sein, es dürfe keine Tabus mehr geben. "Ansonsten", so fasste Jasperneite zusammen, "sorge ich als Stockumer Junge dafür, dass die Werner Straße stillliegt."

FDP-Fraktionsvorsitzender und Moderator Jörg Meißner begrüßte zuvor als Gast die technische Beigeordnete Monika Schlüter, die einer teilweise erregten Zuhörerschaft gegenüberstand. Denn diese nahm ihr nicht so ohne weiteres ab, dass es derzeit nur einen Investor gebe, der wiederum Zeit benötige, um das geplante Einkaufszentrum mit ansiedlungswilligen Geschäften zu füllen. Die Stadt könne nicht als Investor auftreten, sie könne nur vermitteln.Rewe und Edeka sagen ab

Die Beigeordnete bestätigte, dass der netto-Markt weiterhin Interesse an Stockum zeige, während Edeka und Rewe abgewunken hätten. Ein Zuhörer schlug vor, mit einer Delegation zum Hauptsitz der aldi-Brüder zu fahren, und dort einen roten Teppich auszulegen, damit aldi seinen Vertrag in Stockum verlängere; die Stockumer sollten sich dann im Gegenzug verpflichten, bei diesem Discounter einzukaufen.

Ein anderer Zuhörer nannte die Verabschiedung des Nahversorgungskonzeptes einen "strategischen Fehler", weil dieses u.a. Tapeten, Brennstoffe, Betten etc. vorsehe aber keine Lebensmittel. Dem widersprach Monika Schlüter und zählte ihrerseits die Dinge auf, die versorgungsrelevant seien: Lebensmittel, Backwaren, Drogerieartikel.

Dr. Luitger Honé (FDP) erinnerte die Stockumer daran, dass sie in Zukunft dann auch dafür Sorge tragen müssten, damit sich diese Investition, dieses Einkaufszentrum auch trage.

Lesen Sie jetzt