Krankenhaus-Geburtstag: 150 Jahre für den Menschen

WERNE Mit der gebotenen Ernsthaftigkeit, aber auch mit einer gehörigen Portion Humor hat das St. Christophorus-Krankenhaus am Freitagabend sein 150-jähriges Bestehen gefeiert. Der Saal war voll, die Gratulanten zahlreich. Und es gab viele lobende Worte.

von Von Rudi Zicke

, 01.06.2008, 07:52 Uhr / Lesedauer: 2 min
<p>Über das 150-jährige Bestehen des Krankenhauses freuten sich die Mitglieder des Stiftungsvorstandes gemeinsam mit Weihbischof Dr. Josef Voß.

<p>Über das 150-jährige Bestehen des Krankenhauses freuten sich die Mitglieder des Stiftungsvorstandes gemeinsam mit Weihbischof Dr. Josef Voß.

Dabei dankte der Dechant allen Menschen, die in den vergangenen 150 Jahren als Ärzte, Schwestern, Pflegende den Dienst am Leidenden ausgeübt haben. Ihre Namen seien uns nicht mehr präsent, so der Geistliche, doch "Gott kennt die Namen."

Dabei dankte der Dechant allen Menschen, die in den vergangenen 150 Jahren als Ärzte, Schwestern, Pflegende den Dienst am Leidenden ausgeübt haben. Ihre Namen seien uns nicht mehr präsent, so der Geistliche, doch "Gott kennt die Namen."

"Die 150 Jahre sieht man ihm nicht an"

Den Dank der Stadt Werne an Stiftung und Krankenhaus richtete Bürgermeister Rainer Tappe aus. "Trotz seines hohen Alters", scherzte er, strotze das Geburtstagskind vor Vitalität, zeige keine Funktionsstörungen: "Die 150 Jahre sieht man ihm nicht an."

Das heimische Krankenhaus, lobte der Bürgermeister, sehe nicht nur von außen gut aus; es sei auch im Inneren gefestigt, habe u.a. durch sein gutes Personal inzwischen sogar überregional einen guten Ruf. Rainer Tappe überreichte Hans-Joachim Pläster als Vertreter der Stiftung und der Gesellschafterversammlung der Krankenhaus GmbH einen "handsignierten Tappe", eine von Stadtgrafiker Wolfgang Boldt entworfene Jubiläumsurkunde.

Ein Ausblick gegen den allgemeinen Trend

Pläster selbst blickte in seiner Ansprache auf die Geschichte des Hauses zurück, das durch die Idee, die Kraft und das Durchhaltevermögen von Pfarrdechant Overhage realisiert werden konnte. Er wagte auch einen Ausblick, der - gegen den allgemeinen Trend - von Optimismus geprägt war. Für 2007, berichtete Pläster, habe das Haus die beste Bilanz seines Bestehens vorzuweisen, für 2008 rechne man sogar mit der neuen Rekordzahl von 9000 Patienten.

Die Politik und Philosophie des Krankenhauses präsentierten Geschäftsführer Michael Goldt, Ärztlicher Direktor Dr. Bernhard Großerichter und Pflegedirektor Ludger Risse auf eine ganz besondere Art. Als Manager, Mannschaftsarzt und Trainer der Fußballmannschaft 1. FC Christophorus beschworen sie mit viel Humor den Teamgeist des Hauses. Die Konsequenz des Teamgeistes nannte der Manager mit etwas mitleidigem Blick auf viele andere Mannschaften (Krankenhäuser): "Wir gewinnen ein Spiel nach dem anderen."

Die umstrittenen Themen

Die einst umstrittene Schließung der "Frauenmannschaft" (Gynäkologie) kommentierte die Führungsriege: "Was sollen wir machen, wenn keine Kinder mehr kommen?" Und die Diskussion um die Parkplatzerweiterung: "Für ein paar Bäumchen haben wir einen ganzen Wald gepflanzt."

Am Ende hieß es: "Schiri, wir haben Durst, kannst abpfeifen!" Das Buffet und der gemütliche Teil des Abends mit Show, Tanz und Musik war eröffnet.

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