Die Surfworld, die in den kommenden Jahren in Werne entsteht, soll die größte Wellensurf-Anlage der Welt werden. © Stadt Werne
Wellensurf-Anlage in Werne

Kritik an geplanter Surfworld in Werne: „Sorgen sind unberechtigt“

Die Pläne für die Surfworld in Werne sind weit voran geschritten. Der Initiator gibt einen Ausblick auf den Stand der Dinge, kündigt ein neues Angebot nicht nur für Surfer an und reagiert auf Kritik.

Auch wenn es in der öffentlichen Wahrnehmung zuletzt etwas ruhiger um die geplante Wellensurf-Anlage in Werne war, beschäftigen sich die Initiatoren intensiv mit den Plänen rund um die Surfworld. Insgesamt sei man auf einem guten Weg. Das gilt auch für den möglichen Bescheid der Landesregierung zu Fördermitteln aus dem sogenannten 5-Standorte-Programm. Initiator Dr. Michael Detering rechnet in Kürze mit einer Rückmeldung aus dem zuständigen Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie.

Von dem Bescheid hängt der wissenschaftliche Teil des Projekts ab. „Ohne Fördermittel müssten wir das ganze Projekt umstellen, wobei beide Projektteile gleich wichtig sind“, sagt Detering. Nach jetzigem Stand geht der Initiator davon aus, dass der erste, wissenschaftliche Teil der Anlage, die sogenannte „Science Wave“, 2023 geöffnet werden kann.

Neben positiven Gesprächen rund um die Fördergelder, die auch Wernes Wirtschaftsförderer Matthias Stiller so bestätigt, liefen derweil auch Verhandlungen mit möglichen Kooperationspartnern weiter. Ohne konkreter zu werden, erklärte Detering, dass man auch hier eine positive Entwicklung erkenne. Dabei seien die Themen Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit stets eine wichtige Prämisse. Dazu zählt auch ein Angebot der E-Mobilität, das Detering nun verkünden konnte.

Schnellladesäulen an Surfworld in Werne

Fest steht, dass es Schnellladesäulen für Elektrofahrzeuge auf dem Parkplatz an der Surfworld geben wird. Zur Eröffnung sollen es laut Detering 20 Plätze sein, später soll es insgesamt 50 Stellen geben. Auf dem Parkplatz sind laut dem Initiator „350 Parkplätze plus Reserve“ geplant. Damit läge man über der minimalen Anzahl von 300 Plätzen, die laut dem Verkehrsgutachten vorgesehen sind. Die Schnellladesäulen stehen nicht nur für Besucherinnen und Besucher der Surfworld zur Verfügung, sondern sollen öffentlich zugänglich sein.

Die Verantwortlichen rechnen mit jährlich 200.000 Besuchern. „Das ist eine Planungsgröße für vergleichbare Parks“, erklärt Detering. Die teils damit verbundene Kritik an einem stark zunehmenden Verkehr an der Surfworld in Werne weist er entschieden zurück. „Jeder mittelgroße Supermarkt erzeugt mehr Verkehr. Die Sorge wegen des Verkehrs ist unberechtigt“, sagt Detering.

Stellten sich den Fragen im Bürgerforum zur geplanten Surfworld in Werne: Landrat Mario Löhr (2.v.l.), Bürgermeister Lothar Christ (5.v.l.), Bau- und Planungsdezernent Ralf Bülte (2.v.r.) und Initiator Dr. Michael Detering (r.). Bei der Veranstaltung, die Elmar Thyen (4.v.l.) moderierte, assestierten Falk Cordes (satis&fy) und Lucie und Hannah von der Freilichtbühne (vorn).
Stellten sich den Fragen im Bürgerforum zur geplanten Surfworld in Werne: Landrat Mario Löhr (2.v.l.), Bürgermeister Lothar Christ (5.v.l.), Bau- und Planungsdezernent Ralf Bülte (2.v.r.) und Initiator Dr. Michael Detering (r.). Bei der Veranstaltung, die Elmar Thyen (4.v.l.) moderierte, assestierten Falk Cordes (satis&fy) und Lucie und Hannah von der Freilichtbühne (vorn). © Andrea Wellerdiek © Andrea Wellerdiek

Er verweist noch einmal auf die langfristige und weit fortgeschrittene Planung des Großprojekts auf dem ehemaligen Zechengelände. „Es ist nicht so, dass wir mit einer Projektidee um die Ecke gekommen sind. Mit unseren Planungen haben wir andere Projekte abgehängt“, erklärt Detering und weiter: „Mit vier Ingenieuren im Kernteam, die schon große Projekte verantwortet haben, sind wir alles andere als Anfänger. Es sind Profis, die das Geschäft bestens kennen.“

Über die Autorin
Redaktion Werne
Studium der Sportwissenschaft. Nach dem Volontariat bei Lensing Media zunächst verantwortlich für die digitale Sonntagszeitung, nun in der Lokalredaktion Werne der Ruhr Nachrichten.
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Andrea Wellerdiek